Beim Ehrentreffer des Fußball-Zwergs war Manuel Neuer machtlos. Ansonsten wurde der 40-Jährige nicht geprüft und übte sich als elfter Feldspieler. Für Gesprächsstoff sorgte der Bayern-Goalie trotzdem – und zwar aufgrund seiner Ausrüstung.
Aufmerksamen Beobachtern fiel auf, dass der DFB-Goalie sein langärmeliges Torwarttrikot kurzerhand umfunktioniert hatte. Neuer schnitt die Ärmel offenbar ab und lief mit einer selbst gebastelten Kurzarm-Version auf.
Genau das ist laut FIFA-Regelwerk allerdings nicht erlaubt. In Regel 4 ist festgelegt, dass Spieler nur Trikots mit den vorgesehenen langen oder kurzen Ärmeln tragen dürfen. Das eigenmächtige Kürzen oder Abschneiden der Ärmel ist untersagt. Doch damit nicht genug.
Unter seinem grünen Torwarttrikot trug Neuer zudem ein weißes Unterhemd. Auch das verstößt gegen die FIFA-Vorgaben. Demnach müssen sichtbare Unterziehshirts dieselbe Hauptfarbe wie das Trikot haben. In solchen Fällen liegt es normalerweise am Schiedsrichter, den Spieler aufzufordern, das Spielfeld zu verlassen und seine Ausrüstung regelkonform anzupassen.
Im Fall von Neuer blieb eine Reaktion jedoch aus. Der Weltmeister von 2014 konnte die Partie ohne Unterbrechung zu Ende spielen. Mit dem Sieg hat sich die DFB-Elf eine gute Ausgangslage in Gruppe E gesichert und kann bereits mit der K.o-Phase planen.