Die aktuellen Straßengebühren in Europa

Mit dem Jahreswechsel waren in Europa vielerorts die zu entrichtenden Straßengebühren Änderungen unterzogen. Der ÖAMTC hat die Neuerungen unter die Lupe genommen.

Ungarn: Österreicher profitieren von Regionsvignette

In Ungarn gibt es für Fahrten auf Autobahnen ein elektronisches Vignettensystem. Mit Beginn 2015 wurden neue Vignettenkategorien eingeführt. Die Kategorie D1 gilt nur mehr für Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen mit maximal sieben Sitzplätzen. Fahrzeuge mit mehr Sitzplätzen, Kleintransporter und Wohnmobile bis 3,5 Tonnen gehören nun der Kategorie D2 an.
Von der ebenfalls neu eingeführten "Regionsvignette" werden insbesondere an der Grenze zu Ungarn lebende Österreicher profitieren. Diese gilt ausschließlich für eine bestimmte, wählbare Region und kostet für ein Jahr 5.000 HUF (ca. 15 Euro).

In Ungarn wird das Kennzeichen elektronisch erfasst und gespeichert. Dabei passieren immer wieder Fehler. Daher sollte die Richtigkeit der Daten überprüft werden, bevor man seine Unterschrift darunter setzt. Sobald man signiert hat, fallen für jede Änderung Gebühren an. Ebenso sollte dieser Beleg nach Ablauf der Gültigkeit noch ein Jahr aufbewahrt werden.

Slowenien und Schweiz: Auch Biker zahlen

Vignetten sind in Slowenien und der Schweiz für Pkw und Motorräder vorgeschrieben. In Tschechien, Bulgarien, Rumänien und der Slowakei müssen nur Pkws eine Vignette kleben, Motorräder sind davon ausgenommen.

Slowenien, Bulgarien & Rumänien: Nur 7 Tage gültig

Unterschiede gibt es bei der Länge der Gültigkeit. Während die Wochenvignette in Tschechien und in der Slowakei an zehn aufeinander folgenden Tagen gültig ist, hat sie in Slowenien, Bulgarien und Rumänien an exakt sieben Tagen Gültigkeit. Wer also von Samstag bis Samstag nach Slowenien reist, muss bereits zwei 7-Tages-Vignetten zu je 15 Euro (alternativ: Monatsvignette für 30 Euro) kaufen.

In Slowenien darf nur die 7-Tages-Vignette vorgelocht werden, bei länger gültigen hingegen muss das Datum der Lochung mit dem Verkaufsdatum übereinstimmen. In der Slowakei und in Tschechien kann der Beginn der Gültigkeit von Monats- und 10-Tages-Vignetten frei gewählt werden.

In einigen Ländern hängt Gebühr von Strecke ab

In vielen europäischen Ländern, darunter Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal, Serbien, Spanien und Türkei, bestimmt die zurückgelegte Strecke die Höhe der jeweiligen Straßenbenutzungsgebühr. Für die Bezahlung sind fixe Mautstellen eingerichtet, die häufig Kredit- und Bankomatkarten akzeptieren.

Vorsicht vor der City Maut

Einige Innenstädte, beispielsweise London, erheben eine sogenannte City Maut. Hier ist meist keine direkte Zahlung in bar oder mit Kreditkarte möglich. Stattdessen ist eine vorherige Registrierung im Internet, per SMS, Telefon oder Post (mittels Formular) nötig.

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