Anstatt des großen Lindsey-Vonn-Märchens wurde die Olympia-Abfahrt in Cortina für die Ski-Queen zum Albtraum. Die 41-Jährige stürzte am Sonntag mit Startnummer 13 nach nur 13 Fahrsekunden. Vonn fädelte in der Luft mit dem Arm bei einem Tor ein, wurde ausgedreht und stürzte unkontrolliert.
Die Schmerzensschreie machten sogleich deutlich, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. Es folgten bange Minuten, bei denen auch die Familie im Ziel mitansehen musste, wie die US-Amerikanerin für den Heli-Transport ins Olympia-Spital in Cortina bereitgemacht wurde.
Die Bilder weiter oben (Diashow zum Durchklicken) zeigen den Sturz, den Transport nach Cortina und die folgenden Überstellung nach Treviso. Dort wurde Vonn noch am Sonntag am gebrochenen Unterschenkel operiert und intensivmedizinisch betreut. Sie sei stabil. Am Montagmittag wird es bei einer Pressekonferenz neue Informationen geben.
Dass Vonn nach ihrem schweren Sturz in Cortina auf der Intensivstation behandelt wird, hat viele Fans aufgeschreckt. Der Begriff klingt dramatisch – tatsächlich steckt dahinter aber vor allem ein organisatorischer und medizinischer Standardprozess, nicht eine akute Lebensgefahr.
Nach ihrer Beinoperation im Krankenhaus von Treviso wurde sie intensivmedizinisch überwacht. In solchen Fällen ist das üblich: Nach schweren Verletzungen und größeren Eingriffen werden Patientinnen engmaschig kontrolliert, um Kreislauf, Schmerzmanagement und mögliche Komplikationen rasch im Blick zu haben. Laut medizinischem Umfeld ging es dabei nicht darum, dass sich Vonns Zustand plötzlich verschlechtert hätte.
Ein weiterer, nicht unwesentlicher Grund: die Privatsphäre. Bei Sportstars von diesem Kaliber wird die Intensivstation oft auch deshalb gewählt, weil dort der Zugang streng geregelt ist. Medienandrang, Besucherströme und unnötige Störungen sollen vermieden werden. Für internationale Top-Athleten ist dieses Vorgehen bei Großereignissen längst gängige Praxis.
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