Dass Lindsey Vonn nach ihrem schweren Sturz in Cortina auf der Intensivstation behandelt wird, hat viele Fans aufgeschreckt. Der Begriff klingt dramatisch – tatsächlich steckt dahinter aber vor allem ein organisatorischer und medizinischer Standardprozess, nicht eine akute Lebensgefahr.
Nach ihrer Beinoperation im Krankenhaus von Treviso wurde die 41-Jährige intensivmedizinisch überwacht. In solchen Fällen ist das üblich: Nach schweren Verletzungen und größeren Eingriffen werden Patientinnen engmaschig kontrolliert, um Kreislauf, Schmerzmanagement und mögliche Komplikationen rasch im Blick zu haben.
Laut medizinischem Umfeld ging es dabei nicht darum, dass sich Vonns Zustand plötzlich verschlechtert hätte.
Ein weiterer, nicht unwesentlicher Grund: die Privatsphäre. Bei Sportstars von diesem Kaliber wird die Intensivstation oft auch deshalb gewählt, weil dort der Zugang streng geregelt ist. Medienandrang, Besucherströme und unnötige Störungen sollen vermieden werden. Für internationale Top-Athleten ist dieses Vorgehen bei Großereignissen längst gängige Praxis.
Die Organisatoren und behandelnden Ärzte wollen nach dem folgenschweren Sturz nichts dem Zufall überlassen. Neben italienischen Spezialisten sind auch Vonns persönliche Mediziner vor Ort. Am Montagmittag soll in Treviso ein offizielles Update zu ihrem Gesundheitszustand folgen. Klar ist schon jetzt: Die Intensivbehandlung ist Vorsichtsmaßnahme – nicht Ausdruck eines neuen Dramas.
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