Es war eine unscheinbare Pressemeldung der Kriminalpolizei Kempten. Am 14. Mai brachen unbekannte Täter gegen 4.45 Uhr in ein Geschäft in Hohenschwangau ein, das neben Souvenirartikeln auch Schmuck und Uhren anbietet.
Eine Woche dauerten die ersten Ermittlungen. Diese brachten zutage, dass die Täter eine Trinkflasche am Tatort zurückließen. Der Einbruch soll außerdem keine zwei Minuten gedauert haben, der Schaden mehrere Zehntausend Euro betragen. Ein Zeugenaufruf in Deutschland blieb jedoch ohne Erfolg.
Jetzt ist auch klar, wieso. Wie mittlerweile bekannt wurde, sind die Täter nach dem rabiaten Einbruch in die österreichische Region Reutte geflüchtet. Nach derzeitiger Einschätzung dürfte die Täterschaft mitsamt Beute entlang des Alpsees über die Grüne Grenze bis Pinswang gewandert sein. Hierzu nutzte sie den Umstand, dass sie wandertypische Outdoorbekleidung getragen hatte.
Irgendwo zwischen dem Wasserkraftwerk Weißhaus und Oberpinswang entledigte sie sich ihrer Schuhe und einem schwarzen Rucksack. Gegen Mittag sind die Sachen im Lech treibend aufgefallen, der Polizei Reutte gemeldet und von der Wasserrettung Reutte geborgen worden.
Hinweise werden unter der Rufnummer +49831 9909-0 an die Kriminalpolizei Kempten in Bayern erbeten. Weiterhin ist nicht auszuschließen, dass die mindestens zweiköpfige Täterschaft in einem Beherbergungsbetrieb der Region untergekommen war. Vom Verbleib der Tatbeute, hochwertige Uhren im Wert von mehreren Zehntausend Euro, gibt es keine Erkenntnisse.