Am vergangenen Dienstag, dem 17. März, schlugen fünf Jugendliche in Amstetten (Bezirk Amstetten, NÖ) gleich mehrmals zu: bei Autos am ÖBB-Parkplatz in der Eggersdorferstraße und in einem Handyshop. Zwei Jugendliche konnten nur kurze Zeit später schon wieder gefasst werden.
Die Verdächtigen sind ein 16-Jähriger, zwei 15-Jährige und zwei vorerst Unbekannte. Sie hätten am 17. März mit einem Nothammer bei sieben Autos die Seitenscheiben eingeschlagen und mehrere Autos durchforstet.
Das alles soll am Pendlerparkplatz geschehen sein – die "NÖN" berichteten. Nur eine Sonnenbrille dürfte von ihnen entnommen worden sein – ein Opfer hat diese als Diebesgut gemeldet.
Dann ging es für die Gruppe in die Bahnhof-Wartehalle, ein 15-Jähriger blieb auch dort. Die anderen gingen durch das Stadtgebiet in Amstetten und hätten sich dann zu einem Einbruch in ein Handygeschäft entschieden, heißt es.
Auch hier wurde die Eingangstür mit einem Nothammer eingeschlagen und dann mit den Füßen eingedrückt. Handys, ein Mobiltelefon und iPods sollen sie mitgenommen haben.
Die gestohlenen Gegenstände sollen sie in der CityCenter-Tiefgarage ausgepackt haben, bevor sie zum Bahnhof gegangen sein sollen. Essen, Trinken und viele Zigarettenpackungen: Das kauften sie bei einem Automaten mit einer unrechtmäßig entnommenen Bankomatkarte vom Handyshop. Mit dem Zug fuhren sie dann in Fahrtrichtung Wien. Auch in der Hauptstadt kauften sie Speisen in einem Fast Food Lokal und Zigaretten.
Der 16-Jährige und der 15-Jährige nahmen nach der Stärkung wieder einen Zug in Fahrtrichtung Linz, die zwei Unbekannten blieben in Wien.
Am Nachmittag des gleichen Tages wurden der 16- und der 15-Jährige in Marchtrenk (OÖ) gefasst. Die Polizisten konnten dem 16-Jährigen ein Mobiltelefon, iPods und Zigarettenpackungen abnehmen.
Die Ermittlungen gegen die Unbekannten laufen noch. Von der Staatsanwaltschaft St. Pölten (Bezirk St. Pölten, NÖ) kam die Anordnung, der 16-Jährige soll in die dortige Justizanstalt eingeliefert werden. Wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, erhalten die Verdächtigen eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten.
"Das ist ein starkes Zeichen für die Sicherheit in unserer Stadt. Die hervorragende Arbeit unserer Polizei verdient großen Respekt und Anerkennung", so Christian Haberhauer (VP), Bürgermeister von Amstetten, zu den "NÖN".
Und weiter: "Die Verlegung der Stadtpolizei in den Bahnhofsbereich ist bestimmt ein richtiger Schritt. Gerade dort, wo viele Menschen unterwegs sind, braucht es sichtbare Präsenz und konsequentes Handeln. 2027 soll die Inspektion in die Räumlichkeiten des Bahnhofsrestaurants übersiedeln."
Manuel Scherscher, Ortsvorsteher von Mauer-Greinsfurth und Polizist, erklärt gegenüber den "NÖN": "In Amstetten setzen wir weiterhin auf eine klare Linie: Null-Toleranz gegenüber Kriminalität und ein parteiübergreifendes Bekenntnis zur Sicherheit."