Es war nur ein kleiner Moment, aber einer mit großer Wirkung: Als Donald Trump den britischen König Charles III beim Gang ins Weiße Haus leicht an der Schulter berührte, war für Protokoll-Experten sofort klar: Das war ein Regelbruch.
Denn im Umgang mit Mitgliedern der Royal Family gilt eine der wichtigsten, wenn auch unausgesprochenen Regeln: Kein Körperkontakt – zumindest nicht, wenn er nicht vom Royal selbst ausgeht.
Der Grund dafür ist historisch gewachsen. Royals stehen traditionell über dem Gegenüber, ihre Rolle ist streng zeremoniell und von Distanz geprägt. Körperliche Nähe könnte diese symbolische Hierarchie aufweichen, oder im schlimmsten Fall als Respektlosigkeit interpretiert werden.
Deshalb gilt: Händeschütteln ist erlaubt – aber nur, wenn der Royal zuerst die Hand reicht. Alles darüber hinaus, sei es ein Schulterklopfen, eine Umarmung oder ein freundschaftliches Antippen, ist tabu.
Und genau das passierte hier.
Trump, bekannt für seine direkte Art, ignorierte diese Etikette und griff dem König leicht an den Arm, um ihn ins Gebäude zu führen. Laut Experten war die Geste zwar "sanft" und fast schon vorsichtig, aber dennoch ein klarer Verstoß gegen das royale Protokoll.
Interessant: King Charles III selbst reagierte gelassen. Anders als seine Mutter Queen Elizabeth II, die für ihre strikte Einhaltung solcher Regeln bekannt war, gilt Charles als moderner und weniger empfindlich in solchen Fragen.