Diese Firmen stehen auf der schwarzen Liste der USA

Der größte Drohnen- und der drittgrößte Handyhersteller der Welt, sowie dutzende weitere Unternehmen dürfen nicht mehr mit den USA handeln.

Xiaomi hat im letzten Jahr Apple überholt. Die chinesische Firma ist seither der drittgrößte Handyhersteller der Welt. Seit Mitte Jänner steht Xiaomi aber auf einer schwarzen Liste der USA. Die Begründung: Xiaomi sei ein "kommunistisches, chinesisches Militärunternehmen". Der Gründer von Xiaomi hat sich öffentlich von den Vorwürfen aus den USA distanziert. Neben der Technologie-Firma stehen über 30 weitere Unternehmen aus China auf der sogenannten Militärliste des US Defense Departements.

Darunter sind die drei größten Telekomanbieter Chinas, China Unicom, China Mobile und China Telecom, der Mineralölkonzern CNOOC, sowie die Weltraumfirma China Spacesat. Das US-Verteidigungsministerium hat diesen Firmenkatalog erstellt. Alle genannten Unternehmen gehören laut den USA zum chinesischen Militär oder sie werden von ihm kontrolliert. Die Liste geht auf ein Gesetz aus dem Jahr 1999 zurück. US-Investoren dürfen in Zukunft kein Geld mehr in die genannten Firmen anlegen.

Handelsverbot für Firmen

Die Ausweitung der schwarzen Liste ist Teil eines Versuchs des abgewählten US-Präsident Donald Trump, sein Vermächtnis eines Handelskrieges mit China in den letzten Tagen seiner Präsidentschaft zu zementieren, sagt die Nachrichtenagentur Reuters.

Neben der Militärliste gibt es zudem die sogenannte Entity List des US Department of Commerce. Der Tech-Gigant Huawei steht seit 2019 auf dieser Liste. Die USA fürchten, dass Huawei Spionage ermöglicht. Huawei hat dies mehrfach zurückgewiesen. Neben Huawei sind zahlreiche weitere Firmen betroffen. Darunter ist auch der weltweit größte Drohnenhersteller, DJI. US-Firmen ist ein Handel mit gelisteten Firmen untersagt. Es gibt jedoch die Möglichkeit, sich für eine Handelslizenz zu bewerben.

Derzeit unklar ist, wohin der Kurs nach dem Machtwechsel in den USA am 20. Jänner 2021 hinführt. Der neue US-Präsident, Joe Biden, werde aber wohl die Kampagne von Donald Trump gegen China nicht einfach so umkehren, schreibt der TV-Sender CNBC.

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