Huawei Mate40 Pro im Test: Wunderding mit Ring

Das Warten hat eine Ende: Huawei hat sein neues Smartphone-Flaggschiff Mate40 Pro in Österreich gestartet. Das kann das Wunderding mit dem Kameraring.

Huawei holt in Österreich zum Doppelschlag aus: Nicht nur, dass das Technologieunternehmen seine ersten Over-Ear-Kopfhörer FreeBuds Studio an der Start bringt und damit überzeugt, auch das neue Highend-Smartphone Mate40 Pro ist endlich da. Und das Handy wirft das bisherige Mate-Design etwas über den Haufen. Nachdem bereits das Mate30 Pro das Kameramodul rund gestaltete, geht der Nachfolger einen Schitt weiter und verbaut die Kameras im "Space Ring".

Das gibt dem Smartphone ein einzigartiges Design, das sich an einem schwarzen Loch orientieren soll. Ebenso galaktische Werte bietet das Innenleben. 5G-Modem und Prozessor werden auf einen 5-Nanometer-Chip gebracht, der einerseits die Leistung erhöhen, andererseits den Akku schonen soll. Beim Akku, eine Paradisziplin Huaweis, bricht man neue Rekorde: Der 4.400-mAh-Akku wird mit 66 Watt geladen, in 40 Minuten ist er komplett voll und hält zwei Tage durch.

Da bleibt dir der Mund offen stehen

Der Mund bleibt einem aber auch offen stehen, wenn das Gerät kabellos geladen wird. Das macht Huawei mit 50 Watt möglich, was doppelt so viel wie bei den meisten kabelgeladenen (!) Smartphones ist. So kann das Mate40 Pro in rund einer Stunde ganz ohne Kabel komplett geladen werden. Nicht die einzige Superlative des Smartphones, wie der Test zeigt. Die absoluten Stärken spielt das Gerät auch beim Design und natürlich der Kamera aus.

Beim Design fällt nicht nur der "Space Ring" auf. Das 1.199 Euro teure Smartphone bietet massig Glas hinten und vorne, dazwischen schmiegt sich ein schmaler Mettelrahmen. Der matte, silberfarbene Rücken hält nicht nur Fingerabdrücke fern, sondern zeigt sich auch sehr kratzfest und schimmert elegant bei Lichteinfall. Auf der Vorderseite will das 6,7 Zoll große Horizon-Display mit integriertem Fingerabdrucksensor einfach kein Ende nehmen und biegt sich um die Kanten, beinahe komplett ohne Bildschirmränder.

Bemerkenswertes Eyes-on-Display

Im Display ist links oben die Ultraweitwinkel-Selfie-Kamera mit einem 3D-Tiefensensor eingelassen, es ist das einzige Element, das die Vorderseite leicht unterbricht. Die Vorteile überwiegen, denn die Ultraweitwinkel-Front-Cam knipst mit 13 MP nicht nur knackscharfe Selfies, sondern auch Gruppenbilder ohne Probleme. Der zweite Sensor ermöglicht das superpraktische Eyes-on-Display. Liest man Texte oder schaut Filme, wird das Display erst abgedunkelt, wenn man den Blick abwendet. 3D-Gesichtsentsperrung ist natürlich auch an Bord.

Die Verarbeitung des Smartphones ist einmal mehr ohne Makel, das kennen wir von der Mate-Serie. Durch die angenehmen Display-Rundungen liegt das sehr große Smartphone mit 212 Gramm sicher in der Hand und fühlt sich angenehm ohne scharfe Ecken und Kanten an. Anders als beim tastenlosen Vorgänger setzt Huawei nun wieder auf eine Lautstärkewippe und den charakteristischen roten Power-Knopf an der rechten Seite des Smartphone. Das Gehäuse ist zudem nach IP68 wasserdicht und staubdicht gestaltet. Mehr hochqualitative Verarbeitung geht nicht.

Bei der Kamera purzeln die Rekorde

Beim Display selbst bietet Huawei eine Auflösung von 1.344 x 2.772 Pixel bei 456 Bildpunkten pro Zoll und dazu eine maximale Bildfrequenz von 90 Hertz. Beides entspricht in der Smartphone-Welt zwar keinen Rekorden, da können Konkurrenten mehr, der Unterschied fällt aber kaum auf. Das Scrollen geht butterweich über die Bühne, die Darstellung ist kontrastreich, hell und scharf und der Nutzer darf sich zudem über eine längere Akkulaufzeit durch die etwas geringeren Display-Spezifikationen freuen. Das OLED-Display lässt sich übrigens auch im Sonnenlicht oder schräg gut ablesen.

Huawei Mate40 Pro im Test: Wunderding mit Ring
Huawei Mate40 Pro im Test: Wunderding mit RingHeute

Neue Rekorde gibt es dafür wiederum bei der Hauptkamera des Smartphones, das kennen wir von Huawei. Zu einer Ultra-Vision-Hauptkamera mit 50 Megapixel gesellen sich eine Weitwinkelkamera mit 20 Megapixel und eine 12-Megapixel-Telephoto-Kamera. Mit dabei: Optische Bildstabilisierung, optischer 5-fach-Zoom und stark verbesserte Lichtempfindlichkeit. Schon im Standard-Modus bekommt man so Fotos, die kein anderes Smartphone derzeit bietet. Ein paar Schnappschüsse finden sich in der Fotoshow unten!

Kamera? Wunderbar!

Bei Tageslicht muss man sich schon bemühen, überhaupt irgendwie eine halbwegs verwackelte Aufnahme hinzubekommen. Egal mit welcher Einstellung, die Kamera knipst und knipst einfach sehr natürliche und extrem scharfe Aufnahmen. Bildrauschen sucht man dabei vergeblich, und sogar in Zoom-Aufnahmen sind keine Artefakte sichtbar. Auf die Spitze getrieben wird das in dunklen Umgebungen oder bei Nacht. Auch ohne Stativ gelingen Aufnahmen, die gefühlt nicht einmal Profikameras um Tausende Euro so hinbekommen würden. 

Auch bei Videos gab es einen gewaltigen Qualitätssprung. Komplett scharfe Clips sind nun mit 4K in 60fps möglich, auch HDR wurde in die Videofunktionen gepackt. Stark ist der dynamische Autofokus, der sich bewegende Objekte, Personen oder Tiere sicher erkennt und so immer auf das Wesentliche im Bild fokussiert. Bei Zeitlupenvideos kann man außerdem die Zeit auf 3.840 Frames pro Sekunde verlangsamen, was für beeindruckende HD-Videos sorgt und einige Video-Spielereien für Kreative ermöglicht.

So sieht der Stand der Software aus

Beim neuen Kirin-Prozessor läuft ebenso alles glatt: Der Highend-Chip, der auch für 5G (auf beiden Slots des Dual-SIM-Schachts) genutzt werden kann, kommt in keiner Situation ins Stocken. Die 8 GB Arbeitsspeicher sind zwar schon von vielen Herstellern übertroffen, gelangen aber in der Praxis auch bei den leistungsintensivsten Anwendungen nicht an ihre Grenzen. Neu ist Bluetooth 5.2 und Wifi 6, traditionell gibt es dazu NFC, einen USB-C-Ladeanschluss und 256 GB internen Speicher, der erweitert werden kann, wenn man auf eine zweite SIM-Karte verzichtet und eine Speicherkarte nutzt.

Ebenfalls neu im Mate sind Stereo-Lautsprecher, die eine lauten, basslastigen Klang ohne Verzerrungen ermöglichen. Bleibt die Software-Frage mit Android und EMUI-11-Benutzeroberfläche, aber ohne Google-Dienste. Auch dabei gibt es gute Nachrichten, denn Huawei hat die AppGallery aufgerüstet. Petal Maps kann es locker mit Google Maps aufnehmen, Facebook und Co. lassen sich ohne Probleme installieren und in den hauseigenen App-Store sind mittlerweile auch zahlreiche heimische Apps für Banking, Shopping und Co. verfügbar. Über Petal Search lassen sich zudem Apps suchen, die in der AppGallery noch fehlen. Im Alltag gibt es deswegen kaum mehr Einschränkungen, einzig Apps wie Uber oder Anwendungen, die auf die Google-Kartendienste setzen, warten noch auf einen Huawei-Ersatz.

Ein Wunderding mit Kameraring

Einziges Manko des Huawei Mate40 Pro ist noch immer die Software, doch das Unternehmen zeigt auch gleichzeitig, wie sehr es darum bemüht ist, dem Nutzer ein gewohntes Smartphone-Erlebnis zu bieten. Das Mate lässt sich, und das ist anders als beim Launch der Vorgänger, nun tatsächlich als Alltagsgerät nutzen, ohne große Einbußen zu erleben. Abseits davon sind Technik, Design und vor allem Kamera und Akku vielen Konkurrenten meilenweit voraus.

Als Gesamtpaket betrachtet ist das Huawei Mate40 Pro das Beste, das man am Smartphone-Markt findet. In Österreich gibt es das Huawei Mate40 Pro in der Farbe Mystic Silver ab sofort um 1.199 Euro im Handel. Ein stolzer Preis für ein tolles Gerät, wer es übrigens bis zum 7. Februar bei Aktionspartner kauft, bekommt die neuen Huawei FreeBuds Studio um 279 Euro kostenlos dazu. Wer sich bei der Software flexibel zeigt, kriegt dafür ein technisches Meisterwerk in die Hand.

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