Immer mehr Architekten verleihen Großstädten mit leuchtenden Medienfassaden auch in der Nacht Farbe. "Heute.at" stellt elf von Emporis, dem internationalen Anbieter von Gebäudeinformationen, ausgesuchte und besonders spektakuläre Bauprojekte vor. Die Bandbreite reicht von großflächigen Installationen über programmierbare Häuserfassaden bis hin zur leuchtenden Außenhaut riesiger Fußball-Stadien.
, dem internationalen Anbieter von Gebäudeinformationen, ausgesuchte, besonders spektakuläre Bauprojekte vor. Die Bandbreite reicht von großflächigen Installationen über programmierbare Häuserfassaden bis hin zur leuchtenden Außenhaut riesiger Fußball-Stadien.
Medienfassaden sind aus den Metropolen des 21. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken. Immer öfter tauchen sie graue Großstädte in ein imposantes Spiel aus Licht und Farben. Was einst am New Yorker Time Square mit grellen Neon-Werbetafeln begann, ist über seine Funktion als reiner Werbeträger hinausgewachsen und zeigt sich heute als Vermittler künstlerischer und sozialer Botschaften, der Häuser in gigantische Leinwände verwandelt. Inzwischen haben sich auf diese "Mediatektur" sogar eigene Architekturbüros spezialisiert.
Einer der führenden Entwickler von Medienfassaden ist das Berliner Architekten- und Künstlerkollektiv realities:united. Für ILUMA, ein Entertainment-Center in Singapur, hat das Büro in Zusammenarbeit mit WOHA Architects die Crystal Mesh Fassade entwickelt. Die 5.000 Quadratmeter große Fassade hüllt den Gebäudekomplex tagsüber in ein glitzerndes Gewand aus großen, funkelnden Kristallen und lässt ihn in der Nacht zu einer gewaltigen Lichtskulptur erstrahlen, auf der Videoanimationen zu sehen sind.
Der mediale Zauber der Fassaden geht sogar soweit, dass sie auf äußere Einflüsse reagieren. So gibt der von Toyo Ito entworfene Tower of Winds gewissermaßen ein Spiegelbild der Atmosphäre ab. Der Turm reagiert auf die Witterungsverhältnisse indem er bestimmte Klimadaten wie Licht, Wind und Temperatur in ein Farbspiel aus LED-Punkten übersetzt.
LED-Display versorgt sich selbst mit Energie
Dass bei all den imposanten Lichtinstallationen die Stromkosten nicht in die Höhe schnellen müssen, zeigt das Projekt GreenPix - weltweit das größte farbige LED-Display - das nach Angaben der Architekten vollständig selbstversorgend ist. So wird die tagsüber durch Photovoltaik-Module gewonnene Solarenergie genutzt, um in der Nacht den LED-Screen zu beleuchten.
Medienfassaden sind schon heute weit mehr als überdimensionierte Bildschirme an Häuserwänden. Vorreiter wie Jan Edler von realities:united, sind davon überzeugt, dass die neuen Mediatekturen in Zukunft eine zunehmend größere Rolle spielen werden: "Das Interesse an sogenannten 'Medienfassaden' scheint zuzunehmen. Wir verstehen mediale Gebäudeoberflächen als Vorboten von Gebäuden, die sich aktiv verändern und anpassen können. Das Zukunftspotential solcher Entwicklungen ist somit nicht zu unterschätzen."
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