Diese Hoffnung hat Kurz nach AstraZeneca-Entscheidung

Bundeskanzler Sebastian Kurz auf Staatsbesuch in Berlin (im Bild mit dem deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, rechts)
Bundeskanzler Sebastian Kurz auf Staatsbesuch in Berlin (im Bild mit dem deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, rechts)DRAGAN TATIC / APA / picturedesk.com
Wenig überrascht zeigte sich Bundeskanzler Sebastian Kurz von der Entscheidung der EMA, AstraZeneca auch weiterhin zu verimpfen.

"Die Entscheidung war erwartbar, die Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat noch einmal bestätigt, dass alle Impfstoffe, die von der EMA zugelassen wurden, auch verwendet werden sollen. Das bestätigt den Weg, den die österreichischen Experten ohnehin schon eingeschlagen haben", erklärt Bundeskanzler Sebastian Kurz bei einer Pressekonferenz am Rande seiner Auslandsreise in Berlin.

Kann wieder Ruhe ins Impfprogramm einkehren

Im Gegensatz zu Österreich hatten gleich 17 EU-Länder die Astra-Impfung zuletzt ausgesetzt, nachdem knapp 500 Fälle von Komplikationen bei Geimpften aufgetreten sind. Nun hat die EMA die Daten neu bewertet und eine Entscheidung gefällt. "Ich hoffe, dass diese nun etwas Beruhigung mit sich bringt und die Verunsicherung in der Bevölkerung abnehmen kann", so Kurz.

Wie berichtet, sind tausende Impftermine in den letzten Tagen von den Bürgern storniert worden. Viele Menschen wollen sich zudem aussuchen können, welcher Impfstoff ihnen verabreicht wird - doch das geht nicht, "das wäre das völlige Chaos", meinte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag.

"Die Gefahr ist dieses Virus und nicht der Impfstoff" - Sebastian Kurz

Rund 300 der 17.000 steirischen Pädagogen, die am Wochenende geimpft werden sollten, hatten sich selbst wieder abgemeldet. Enorm soll auch die Rückzieherquote unter den Kontaktpersonen von Schwangeren sein. Etwa 6.600 hatten sich für eine Impfung mit AstraZeneca angemeldet – ein gutes Drittel hat bereits abgesagt. 

Obwohl sich die Europäische Arzneimittelbehörde in vollem Umfang zu AstraZeneca bekennt, empfiehlt das PRAC (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee), dass künftig auf dem Beipackzettel der Impfung ein Warnhinweis abgedruckt werden soll, der das Bewusstsein für mögliche, seltene Blutgerinnseln (Thrombosen) steigern soll. Mehr dazu ...

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