Tausende Wienerinnen und Wiener haben am Wochenende bei Temperaturen um die 20 Grad das schöne Wetter am Donaukanal genossen. Das Freizeitareal war bei jungen Menschen immer schon beliebt. Während der Corona-Pandemie hat sich die Popularität sogar noch verstärkt.
Dabei haben am Wochenende noch gar nicht alle Lokale geöffnet, weil ab Mitte der Woche ein Wetterumschwung mit Regen und kühleren Temperaturen prognostiziert wurde. Einige Betriebe am Ufer wie das "taste! Kitchen" oder das "Motto am Fluss" haben ihre Öffnung jedoch vorgezogen.
Von der Stadt Wien wurden einige neue Gastroprojekte entlang des Kanals angekündigt. Aufgrund der Corona-Pandemie und diversen Rechtsstreitigkeiten mit Vorpächtern verzögern sich hier aber die Öffnungen, berichtet "Der Standard". So wurde etwa von drei neuen Projekten, die bei einer Neuausschreibung von Gastroflächen bereits Ende 2018 zum Zug gekommen waren, erst eines umgesetzt, nämlich das "taste! Kitchen".
Das Lokal in der Nähe der Salztorbrücke ist seit 2021 im Betrieb. Hier wurde mit dem Neubau samt beheizten Innenräumen eine Nutzung auch im Winter ermöglicht. Dazu gibt es auf einem Container Sonnenterrassen am Dach.
Vom hart umkämpften Lokal "Adria" ist nur noch das Glashaus übrig. Dieses gehört nicht zum "taste! Kitchen". Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten wurden Ende 2020 die Flächen, wo sich mittlerweile das neue Lokal befindet, zwangsgeräumt. Die zuständige Wiener Gewässer Management (WGM) geht aber davon aus, dass das Glashaus wie vereinbart Ende 2023 übergeben wird.
In der Nähe vom Badeschiff soll "Fräulein’s fabelhafter Sommergarten"im Sommer eröffnen. Ein genaues Datum dafür gibt es noch nicht. Der geplante bayerische Biergarten samt Bar sowie Grillern zum Mieten verzögert sich seit längerem. Auch hier werden Container aufgestellt, 250 Personen sollen outdoor Platz finden.
Zudem wurden drei neue Gastroprojekte bei einer weiteren Ausschreibung von Kanalflächen im März 2021 ausgewählt. Auch hier gibt es Verzögerungen, berichtet die Zeitung weiter. Neben dem "Taste" soll unter dem Namen "Muse" eine Art Open-Air-Kunstgalerie mit Gastrobereich (Restaurant und Bar) umgesetzt werden. Da aber einige Abstimmungen mit der Fernwärme Wien noch nicht abgeschlossen sind, wird im Sommer nur mit einer Pop-up-Zwischenlösung gestartet.
Für die zwei weiteren Projekte "Urban Tribes" und "Die Werkstatt" auf der anderen Seite des Kanals benötigt es noch weitere Gespräche mit den Wiener Linien. Der erste Betrieb soll eine Bistro-Bar samt kleiner Fahrradwerkstatt werden, hier soll mit dem Bau im Frühjahr begonnen werden. Das zweite Projekt ist flussaufwärts vom Badeschiff als Lokal mit Bühne konzipiert.
Und bei einigen bestehenden Lokalen am Kanal gibt es derzeit Umbauarbeiten, wie etwa beim einstigen "Tel Aviv Beach". Dieses wird künftig unter dem Namen "Neni am Wasser"firmieren. Das Projekt der Gastrofamilie Molcho sieht neben Strandfeeling auch eine großflächige Überdachung vor, die künftig einen Ganzjahresbetrieb des geplanten Restaurants ermöglicht.