Diese Parteien gewinnen durch den SP-Skandal

Die gesamte Stellungnahme von SPÖ-Chef Christian Kern zur Silberstein-Affäre.
Die gesamte Stellungnahme von SPÖ-Chef Christian Kern zur Silberstein-Affäre.
Super-GAU für die SPÖ zwei Wochen vor der Wahl: Kanzler Kern übt sich in Schadensbegrenzung, andere profitieren am Silberstein-Skandal.
Die Affäre um den ehemaligen SP-Berater Tal Silberstein minimiere die Chancen der Sozialdemokraten am Wahlsonntag, sagt Meinungsforscher Peter Hajek zu "Heute". "Der Abstand zu Kurz war schon in der letzten Umfrage signifikant, jetzt kann die SPÖ nur noch Schadensbegrenzung betreiben."

Vermeintliche Doppelmoral kommt nicht gut an

Theoretisch könne es zwar noch Solidarisierungseffekte geben, die SPÖ müsse sich aber auf Verluste einstellen. "Die Sozialdemokraten haben sich eigentlich einen fairen Wahlkampf auf die Fahnen geschrieben. Alles, was den Anschein einer Doppelmoral hat, kommt bei den Wählern nicht gut an", so Hajek.

Profitieren würden andere Parteien, etwa die Grünen und die Liste Pilz. Grün-affine Wähler, die mit einer Stimme für die SPÖ eine schwarz-blaue Regierung verhindern wollten, könnten diese Entscheidung überdenken - ebenso wie NEOS-nahe Bürger, die Kern zuvor als starken Managertyp schätzten. Auch ein Wachstum der FPÖ durch desillusionierte SPÖ-Anhänger sei nicht auszuschließen.

CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die ÖVP werde vermutlich weniger neue Stimmen gewinnen. "Die Position von Kurz wird insgesamt aber gestärkt", so der Experte.

Warum Schmutzkampagnen in Ländern wie den USA politische Normalität, in Österreich aber vergleichsweise selten sind? "In Fokusgruppen wird oft der Wunsch ausgedrückt, die Parteien sollten sich zusammentun. Hick-Hack wird hierzulande eher nicht geschätzt", erklärt Hajek. (red)

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