Diese Polizeikräfte sollen jetzt doch geimpft werden

Die Polizei hatte bei einer Corona-Demo in Wien alle Hände voll zu tun. Symbolbild.
Die Polizei hatte bei einer Corona-Demo in Wien alle Hände voll zu tun. Symbolbild.Isabelle Ouvrard / SEPA.Media / picturedesk.com
Zuletzt gab es helle Aufregung über den verzögerten Impfstart bei der Polizei. Nun wurden doch noch Zugeständnisse an Teile der Exekutive gemacht. 

Grundsätzlich hätten die Corona-Schutzimpfungen bei der Polizei heute, Montag, starten sollen – "Heute" berichtete. Doch weil der Impfstoff von Astrazeneca nun auch für Personen über 65 Jahren freigegeben wurde, wurden die Beamten gegenüber der älteren Bevölkerungsgruppe in der Impf-Priorität zurückgereiht.

"Als Dank dafür, dass die Polizisten über ein Jahr die Gesetze und Verordnungen des Gesundheitsministeriums an vorderster Front vollzieht, will Anschober die bereits geplanten Impfungen zeitlich nach hinten schieben", zeigte sich der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Reinhard Zimmermann (FCG), über die Verschiebung des Impfstarts bei der Exekutive auf Ende April empört.

SPÖ zeigt sich verärgert

Enttäuscht über die Adaptierung des Impfplanes zeigte sich auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch. Gegenüber dem Privatsender ATV erklärte der Sozialdemokrat, die Polizei gehöre "ohne Zweifel zu jener Gruppe, die diesen Impfschutz dringend" brauche. Bundeskanzler Sebastian Kurz und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP) hätten laut Deutsch die Beamten "im Stich gelassen", wofür es "keine Entschuldigung" gebe. 

Anders sieht dies der angesprochene Innenminister. Er habe Verständnis dafür, dass sich Polizeibeamte einen rascheren Impftermin wünschen würden. Nehammer verweist etwa auf den Kontakt mit Corona-Demonstranten, die teilweise auch auf das Tragen einer FFP2-Maske bzw. eines Mund-Nasenschutzes verzichten würden. Die Verantwortung für die Verzögerung liege aber im Gesundheitsministerium, das den Impfplan überarbeitet habe. 

Kleine Gruppe soll doch noch rasch geimpft werden 

Als Reaktion auf die Aufregung wurden nun doch marginale Zugeständnisse an die Polizeikräfte gemacht. So soll für die Polizei tätiges Gesundheitspersonal schon in den kommenden Tagen geimpft werden. Betroffen davon wären bundesweit rund 270 Ärzte und Sanitäter, die im Dienste der Exekutive stehen. 

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