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In diesem GB-Bezirk gibt es Wohnungen um 1 Euro

Um Zweitwohnsitze zu verhindern, hat die Regierung des Bezirks Cornwall mehrere Wohnungen deutlich unter ihrem Wert verkauft. "Heute" hat die Gründe.

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    Da musste der Three Seas Community Trust fast zuschlagen: diese Liegenschaft wurde ihr für einen symbolischen Pfund überlassen.
    Da musste der Three Seas Community Trust fast zuschlagen: diese Liegenschaft wurde ihr für einen symbolischen Pfund überlassen.
    Three Seas Community Trust

    Der Stadtrat von Cornwall hat den Verkauf eines denkmalgeschützten Wohnblocks im Wert von 640.000 Pfund (746.000 Euro) zu einem symbolischen Preis von einem Pfund genehmigt. Damit will die Lokalregierung verhindern, dass aus den elf Wohnungen, die sich im geschichtsträchtigen Gebäude im Örtchen Looe befinden, Zweitwohnungen wie Airbnbs werden.

    Die Coastguard Flats im historischen Fischerdorf wurden von der Gemeinschaftsinitiative Three Seas Community Land Trust erworben. Diese Verwaltung hat sich nun verpflichtet, die Wohnungen für eine Million Pfund zu renovieren, wie der "Telegraph" berichtet.

    Wohnraum statt Airbnb-Objekte

    Danach sollen sie zu erschwinglichen Mietpreisen Einheimischen wie Fischern, Feuerwehrleuten und Angestellten aus dem Gastrobereich zur Verfügung stehen. Wer genau eine Wohnung bekommen wird, sollen die Einheimischen gemeinsam mit der Verwaltung bestimmen.

    Der Stadtrat hatte zuvor die Renovierung dieser Wohnungen im Jahr 2021 für "finanziell nicht machbar" befunden. Dadurch drohten die Wohnungen versteigert zu werden, und würden so Gefahr laufen, als Zweitwohnungen aufgekauft zu werden. Der Verkauf zum symbolischen Preis von einem Pfund ist die neuste in einer Reihe von Bemühungen von Gemeinden, die Ausbreitung von Airbnb-Wohnungen und anderen Zweitwohnungen einzudämmen.

    Baubewilligung soll Airbnb-Flut eindämmen

    Zudem sollen lokale Behörden bald auch die Gemeindesteuern auf Zweitwohnungen erhöhen können. Einzelne Lokalregierungen haben sich sogar dafür ausgesprochen, die Gemeindesteuern für Zweitwohnungen zu vervierfachen.

    Denn laut dem Minister für Wohnungswesen, Michael Gove, würden die Ferienhausbesitzer einige Küstenstädte in ein "fast permanentes Airbnb-Setting" verwandeln. Gove stellte im Frühling 2023 Pläne für eine spezielle Baugenehmigung vor, die Zweitwohnungsbesitzer benötigen, bevor sie ihre Immobilien in Ferienhäuser umwandeln können.

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      Melanie Seidl