Die USA ist wahrlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wo anders könnte ein Kinderspaß zu einer anerkannten Profi-Sportart werden? In Florida (USA) fand nun die erste Polsterschlacht-Meisterschaft statt. "Pillow Fight Championship" - oder kurz: PFC - nennt sich das Event, das kürzlich erstmals via Streamingdienst FITE ausgestrahlt wurde. 16 Männer und 8 Frauen konnten um einen Titelgürtel und ein Preisgeld von 5.000 Dollar kämpfen.
Kindisch geht es dabei aber ganz und gar nicht zu. "Pillow Fight" ist dem Boxen sehr ähnlich – außer, dass nicht mit Fäusten, sondern mit speziellen PFC-Polstern gekämpft wird.
Laut ihrer Website begann die Pillow Fight Championship "mit der Idee, einen echten Kampfsport zu entwickeln, der ein internationales Familienpublikum anspricht, indem man die als 'Kissen' bekannte antike Waffe mit erfahrenen MMA-Wettkämpfern und Boxern nach strengen Regeln kombiniert".
Jeder Kampf geht über drei Runden von jeweils zwei Minuten. Nach Angaben des PFC hat sich das Turnier "schnell zu einem sehr beliebten sportlichen Spektakel entwickelt, das all die Kraft, die Ausdauer und die strategischen Fähigkeiten anderer, brutalerer Kampfsportarten bietet, aber auch jede Menge Spaß macht".
PFC-Chef Steve Williams hofft, dass sich der Sport bald durchsetzen wird. "Die Kämpfer wollen sich nicht verletzen, und es gibt viele Leute, die kein Blut sehen wollen. Sie wollen gute Wettkämpfe sehen, sie wollen nur keine Gewalt sehen", sagte er.
In den kommenden Monaten wird es wahrscheinlich noch viele weitere PFC-Turniere geben.
Übrigens: Bei den Frauen gewann die Brasilianerin Istela Nunes und bei den Männern der Amerikaner Hauley Tillman. Sie wurden offiziell zu den allerersten PFC-Champions gekrönt.