Österreichs Filmbranche macht sich schick – und eine Produktion räumt schon vorab ab: Alexandra Makarovas Drama "Perla" geht mit satten 13 Nominierungen als klarer Favorit ins Rennen um den Österreichischen Filmpreis am 18. Juni. Dahinter lauert Adrian Goigingers emotionaler Streifen "Vier minus drei" mit acht Nennungen.
Die Präsentation der Nominierten im Wiener Ringturm war aber nicht nur Kino-Glamour, sondern auch ein Weckruf Richtung Politik. Stichwort: Streaming & KI. Die Branche fordert mehr Schutz für kreative Arbeit – und vor allem Geld.
Alexander Dumreicher-Ivanceanu brachte es auf den Punkt: Streamingdienste machen hierzulande rund 600 Millionen Euro Umsatz pro Jahr, aber fast alles fließt ab. Seine klare Ansage: Ein fairer Anteil muss endlich beim heimischen Film landen.
Auch abseits der Debatte gibt’s Grund zur Freude: Noch nie wurden so viele Filme eingereicht. Insgesamt 23 Spielfilme, 34 Dokus und 16 Kurzfilme kämpfen heuer um die begehrten Trophäen.
Die Preisverleihung steigt wieder in den Wiener hq7-Studios. Durch den Abend führen Julia Edtmeier und Alexander Pschill.
In der Königskategorie "Bester Spielfilm" trifft Favorit "Perla" auf starke Konkurrenz: "Vier minus drei" (emotionaler Publikumserfolg), "Mother’s Baby" (Psychothriller von Johanna Moder) und "White Snail" (von Elsa Kremser & Levin Peter) sind außerdem in dieser Kategorie nominiert.