Seit dem Sommer 2015 gibt es in besonders stark frequentierten Wiener Grätzeln sogenannte Anrainerparkplätze. Dort dürfen ausschließlich Autofahrer stehen, die über ein gültiges Parkpickerl für den jeweiligen Bezirk verfügen.
Anfangs waren die reservierten Stellplätze lediglich mit entsprechenden Verkehrsschildern gekennzeichnet. Weil diese jedoch offenbar immer wieder übersehen wurden, ließ die Stadt Wien zusätzlich große Bodenmarkierungen anbringen. Wer ohne entsprechendes Parkpickerl auf einem solchen Platz steht, muss mittlerweile 50 Euro Strafe zahlen – früher waren es noch 36 Euro.
Für Diskussionen sorgte in der Vergangenheit auch die Beschriftung selbst. Aus dem klassischen "Anwohnerparken" wurden in einigen Bezirken gendergerechte Varianten, damit sich niemand benachteiligt fühlt. Die Markierungen wurden in Großbuchstaben gehalten, um entsprechende Schreibweisen auf dem Asphalt sichtbar machen zu können.
Die damalige Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou von den Grünen hatte ursprünglich das Ziel, die gendergerechten Bodenmarkierungen in ganz Wien auszurollen. Heute wissen wir, dass sich ihre Pläne nicht durchgesetzt haben. Im Wiener Stadtgebiet existieren nämlich weiterhin unterschiedliche Schreibweisen.
Kleiner Hinweis am Rande: Parken dürfen auf den reservierten Flächen selbstverständlich sowohl Frauen als auch Männer – entscheidend ist ausschließlich das passende Parkpickerl.
Für einen besonders kuriosen Hingucker sorgt nun eine Bodenmarkierung in der Franzensgasse in Wien-Mariahilf. Dort dürfte ein Straßenmarkierer beim Aufbringen der Schrift ordentlich durcheinandergekommen sein: Gleich drei "N" wurden verkehrt herum auf den Asphalt gemalt.
Die eigentlich gut sichtbare Markierung erfüllt damit zwar weiterhin ihren Zweck – sorgt bei Passanten und Autofahrern derzeit aber wohl eher für Schmunzeln als für Klarheit.