Wer keinen schattigen Parkplatz findet, kennt das Problem: Beim Einsteigen in das geparkte Auto schlägt einem eine Hitzewand entgegen. Die Temperaturen im Innenraum können auf über 60 Grad steigen - gefährlich für Gesundheit und Kreislauf.
Doch es gibt einen einfachen physikalischen Trick, um das Auto in Sekunden abzukühlen - ganz ohne Klimaanlage. Das Geheimnis dahinter: ein Prinzip aus der Strömungslehre.
Wie chip.de berichtet, hat Mathematik-Professorin Hannah Fry von der Universität Cambridge einen simplen, aber wirkungsvollen Trick entwickelt. Sie schrieb ihre Doktorarbeit über Strömungslehre und nutzt genau dieses Wissen.
So funktioniert der Trick: Zuerst öffnest du das Fenster hinten rechts. Dann steigst du aus und öffnest und schließt die Fahrertür schnell mehrmals hintereinander.
Durch das rasche Öffnen und Schließen der Tür entsteht ein Unterdruck im Fahrzeug. Dieser zieht die aufgestaute heiße Luft durch das offene Fenster nach draußen - ähnlich wie beim Querlüften in der Wohnung, nur viel schneller.
Der Trick wirkt sofort und ist in wenigen Sekunden erledigt. Einziger Nachteil: Man sieht dabei etwas seltsam aus. Wer sich leicht schämt, sollte das vielleicht bedenken - doch die schnelle Abkühlung ist es definitiv wert.
Wer zusätzlich vorsorgen will: Bei vielen Autos mit Zentralverriegelung lassen sich die Fenster automatisch öffnen, wenn man die Öffnen-Taste am Schlüssel länger gedrückt hält. Auch Sonnenschutzfolien oder eine Frostscheibenabdeckung auf der Windschutzscheibe helfen.
Die Klimaanlage sollte bei einem geparkten Auto auf etwa 22 Grad eingestellt werden. Niedrigere Temperaturen belasten den Kreislauf, weil der Unterschied zur Außentemperatur zu groß ist.