Dieses Crossover ist nichts für schwache Ohren

Tokyo Mirage Sessions #FE Encore hat einen komischen Namen, der passt aber auch zum Inhalt. Denn verrückter ist kaum ein aktuelles Game.
Crossover sind ja meistens albern. Wenn zwei komplett verschiedene Welten aufeinanderprallen ist das auch oft nicht anders zu lösen – und gerade auch deshalb machen Games wie Super Smash Bros. auch so viel Spaß. Die Kombination aus der kultigen Japano-Rollenspielreihe Shin Megami Tensei und dem Strategie-Kracher Fire Emblem ist dann aber doch besonders. Denn die Charaktere leben plötzlich in einer fiktiven Version von Tokio, in der J-Pop der heiße Shit ist.

Tokyo Mirage Sessions #FE erschien bereits 2016 für die großteils gescheiterte Wii U, jetzt erlebt das Game ein Revival auf der Nintendo Switch mit dem Namenszusatz "Encore". Die Handlung ist schnell erklärt: finstere "Mirages" aus einer anderen Dimension übernehmen die Kontrolle über Sänger und stehlen ihre kreative Energie.

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Der Spieler schlüpft in die Rolle des Schülers Itsuki, der seine Freundin Tsubasa zu einem Gesangswettbewerb begleitet, als sich plötzlich ein mysteriöses Portal öffnet. Während man also versucht, Tsubasa bei der Realisation ihrer Popstar-Träume zu helfen, muss man es mit Monstern aufnehmen und Gespräche mit einer Riege skurril-sympathischer Charaktere führen.

Auch wenn man mit einem oder gar beiden Franchises nicht besonders vertraut ist, findet man sich gut zurecht. Die Handlung ist in sich schlüssig, kann also als eigenständig und abgekapselt von den Erzählungen der Shin-Megami-Tensei- und Fire-Emblem-Reihen betrachtet werden.

Das Gameplay selbst – also rundenbasierte Kämpfe und Dialoge mit den Charakteren in der Spielwelt – orientiert sich eher an den Rollenspiel-Gepflogenheiten von Shin Megami Tensei. Von Fire Emblem bleiben eigentlich nur auftretende Figuren übrig, strategische Schlachten oder ein komplexes Beziehungssystem fehlen.

Knallig und laut

Die Gestaltung ist auffallend bunt, alle Aspekte des Games ordnen sich der übertrieben fröhlichen Ästhetik der japanischen Pop-Idole und ihrer Musik unter. Daher muss im Kampf auch tatkräftig "performt" werden, um die Gegner zu plätten. Dazu kommen jede Menge Japano-Songs (die muss man mögen, sonst ist das Spiel unerträglich) und knallige Outfits.

Die Optik ist dieselbe wie bereits auf der Wii U, sieht vielleicht stellenweise etwas knackiger aus. Die echten Unterschiede liegen in den zusätzlichen Inhalten. Exklusiv auf der Switch gibt es nämlich den "Area of Aspiration"-Dungeon und neue Story-Episoden. Dabei kann man neue Outfits, Items und Songs freischalten. Fürs Power-Leveling gibt es außerdem die drei Support-Dungeons, die zuvor nur als DLC erhältlich waren.



Fazit: Klangvolles Rollenspiel

Tokyo Mirage Sessions #FE Encore war auch bei seiner ersten Veröffentlichung ein immens unterhaltsames Japano-Rollenspiel, erhielt aber aufgrund der mageren Verkaufszahlen der Wii U nicht die verdiente Aufmerksamkeit. Umso erfreulicher ist die verbesserte Neuauflage, die mit ihrem Charme und nicht zuletzt poppigen Songs überzeugt.

Gewinnspiel

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Die Gewinner werden per Mail verständigt. Das Gewinnspiel ist bis 26. Jänner 2020 (23.59 Uhr) aktiv. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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