Bei Autofahrern liegt die Anschnalldisziplin seit Jahren auf konstant hohem Niveau: 98 Prozent greifen zum Gurt, berichtet der Autobahnbetreiber Asfinag.
Bei Lenkern von Schwerfahrzeugen schaut das leider anders aus: Nicht einmal drei Viertel (74 Prozent) schnallen sich an. Zuletzt lag der Wert zumindest noch bei 80 Prozent.
Die Asfinag lässt mit einer schockierenden Zahl aufhorchen: Das Risiko, bei einem Unfall tödlich verletzt zu werden, ist ohne Gurt um zwölfmal höher.
"Verkehrssicherheit braucht auch das richtige Verhalten im Straßenverkehr", betont Vorstand Hartwig Hufnagl. Dazu gehöre, dass man sich vor jeder Fahrt anschnallt. "Manche vergessen leider, dass die wichtigste Fracht vorne in der Fahrerkabine sitzt. Die wichtigste Fracht ist immer der Mensch."
Um die Auswirkungen für Lenker sicht- und spürbar zu machen, hat die Asfinag an mehreren Aktionstagen einen Lkw-Überschlagsimulator und einen sogenannten Gurteschlitten organisiert. Damit können sich Interessierte den Kräften eines Unfalles aussetzen. Das Ziel: das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Anschnallens zu schärfen.
Zusätzlich verteilen Promotoren Goodiebags und einen Duftbaum für die Fahrerkabine, auf dessen Rückseite die Botschaft der Kampagne auf Deutsch und Englisch steht: "Die wertvollste Fracht bist du."
Eine Deutsche, die durch Österreich in den Urlaub gefahren ist, hat eine saftige Strafe kassiert. Der Grund dafür war das nicht sachgemäße Anbringen der Autobahn-Vignette.
Die Lenkerin war in eine automatische Videokontrolle gefahren, ohne dass das Pickerl ordentlich an der Windschutzscheibe angebracht war. Die Frau musste eine saftige Strafe zahlen.