Neue Wendung im tödlichen Unfall-Drama, das ganz Frankreich bewegt: Nach dem Tod von Dior-Managerin Mathilde Favier (†56) und Filmproduzent Nicolas Altmayer (†61) ermittelt die französische Justiz jetzt gegen den Fahrer des Lastwagens.
Die Staatsanwaltschaft im französischen Niort leitete eine gerichtliche Untersuchung wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung ein. Der 32-jährige Lkw-Fahrer, der für ein litauisches Transportunternehmen unterwegs war, wurde einem Untersuchungsrichter vorgeführt und unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Das Paar war am 17. August mit einem Kleinwagen Richtung Atlantikküste unterwegs, als es unweit von Poitiers mit dem entgegenkommenden Lastwagen zusammenstieß. Zunächst hatte die Polizei vermutet, Favier und Altmayer seien bei einem Überholmanöver von ihrer Spur abgekommen.
Nach Auswertung der Spuren an den Fahrzeugen und auf der Straße sowie von Zeugenaussagen gehen die Ermittler nun aber davon aus, dass der Lkw in Richtung des Autos ausscherte und dabei eine durchgezogene Linie überquerte. Die rechte Front des Lasters soll anschließend die linke Seite des Kleinwagens getroffen haben.
Der Fahrer bestreitet diese Darstellung. Nach seiner Aussage soll vielmehr das Auto des Paares die Spur gewechselt haben. Fest steht bislang: Die Alkohol- und Drogentests beim Lkw-Fahrer waren negativ, der Laster war mit normaler Geschwindigkeit unterwegs.
Für Frankreichs Mode- und Kulturwelt ist der Verlust schwer. Favier war jahrelang eine prägende Figur bei Dior und bestens in der Pariser Gesellschaft vernetzt, zu ihren Kontakten zählten Stars wie Rihanna (38) und Jennifer Lawrence (36).
Altmayer wiederum leitete gemeinsam mit seinem Bruder die Produktionsfirma Mandarin & Compagnie und stand hinter Kinoerfolgen wie "OSS 117" und "Monsieur Aznavour".
Am Montag nehmen Freunde und Weggefährten in der Pariser Kirche Saint-Sulpice Abschied von dem Paar. Favier und Altmayer hinterlassen insgesamt sechs Kinder aus früheren Beziehungen.