Doch Lockdown? Die Corona-Lage in deinem Bundesland

Das Burgenland hat den Lockdown aufgehoben, in vielen Bereichen wie dem Designer Outlet Parndorf herrscht Maskenpflicht.
Das Burgenland hat den Lockdown aufgehoben, in vielen Bereichen wie dem Designer Outlet Parndorf herrscht Maskenpflicht.ROBERT JAEGER / APA / picturedesk.com
Für die heimischen Bundesländer liegt aktuell eine Prognose vor, die eine sehr unterschiedliche Entwicklung der Corona-Lage voraussagt. Alle Details.

Bereits jetzt entwickeln sich die Corona-Neuinfektionen in den Bundesländern sehr unterschiedlich. Während die Situation bundesweit insgesamt stabil ist, zeigt sich die 7-Tages-Inzidenz im Burgenland (das am Montag aus dem Oster-Lockdown gegangen ist) mit 101 am besten, während sie etwa in Kärnten mit 221 auf einem sehr hohen Wert ist. Und: Die Reproduktionszahl liegt aktuell bei 0,94, berichtet die APA – 100 Infizierte stecken im Schnitt 94 weitere Personen an.

Doch wie wird sich die Lage weiter entwickeln? Die Experten des Covid-Prognose-Konsortiums wagen in ihrer aktuellen Vorschau eine Prognose. In Vorarlberg (dem einzigen Bundesland, in dem bisher die Gastronomie geöffnet hat und es weitere Lockerungen gibt), wird mit einem weiteren Anstieg der Corona-Neuinfektionen gerechnet. In Niederösterreich (vorerst weiter im harten Lockdown) und im Burgenland sollen die Neuinfektionen dagegen weiter zurückgehen.

Immer mehr Mutations-Fälle

In Wien (das ebenfalls weiter im harten Lockdown ist), Oberösterreich, Salzburg, Tirol, der Steiermark und Kärnten sollen die Corona-Neuinfektionen dagegen bis auf weiteres auf einem konstanten Niveau bleiben. Doch auch hier gibt es Sorgenkinder: Tirol mit einer Inzidenz von über 200 soll noch schwerer von der britischen Mutation und der tödlicheren und infektiöseren Zusatzmutation E484K getroffen werden. Gegen die "Doppel-Mutation" könnten auch Impfstoffe weniger wirksam sein.

Generell handelt es sich in Gesamt-Österreich bei zehn Infektionsfällen in neun Fällen um eine B.1.1.7- (britische Variante, B.1.351- (südafrikanische) oder P.1-Mutation (brasilianische). Die britische Mutation komme dabei unter den Mutationsfällen auf einen Anteil von 7 bei zehn Fällen. Dramatisch: Im Burgenland sind von100 Fällen beinahe 99 Infektionen solche mit Mutationen. Was die Prognose jedenfalls befeuert: Steigen die Zahlen in gewissen Bundesländern wirklich an, werden neue Lockdowns wohl bald wieder diskutiert werden.

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