Attila Dogudan, Gründer und Vorstandschef von DO&CO, kann zufrieden zurückblicken: Das Wiener Unternehmen hat mit einem Nettogewinn von 105,77 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025/26 ein Ergebnisplus von 14,4 Prozent erzielt. Der Umsatz stieg auf 2,46 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von 7,1 Prozent bedeutet.
Das börsennotierte Unternehmen erzielte allein mit dem Airline-Catering einen Umsatz von 1,95 Milliarden Euro. DO&CO beliefert unter anderem Turkish Airlines, Lufthansa und Emirates. Der Trend zu mehr Premiumangeboten an Bord und der Fokus der Fluglinien auf hochwertige Verpflegung trieben das Wachstum weiter an.
Wie kurier.at berichtet, entwickelten sich auch andere Bereiche wie Event-Catering, Restaurants, Lounges und Hotels positiv. Im Event-Bereich sorgte der Wegfall der Fußball-Europameisterschaft zwar für einen Dämpfer, doch ohne diesen Effekt hätte das Wachstum laut Unternehmen sogar 14,9 Prozent betragen.
Besonders erfreulich: Die operative Marge (EBIT) verbesserte sich von 8,0 auf 8,6 Prozent, während das Betriebsergebnis um 15,6 Prozent auf 212,3 Millionen Euro stieg. Gleichzeitig konnte DO&CO seine Nettoverschuldung deutlich reduzieren. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor, und die Zahl der Mitarbeitenden wuchs auf durchschnittlich 16.450 Personen.
Trotz der Rekorde gibt es Unsicherheiten: Geopolitische Krisen im Nahen Osten führten bereits zu vorübergehenden Luftraumsperren und könnten das Geschäft beeinträchtigen. Das Management sieht sich durch variable Kostenanteile und Cost-Plus-Verträge aber gut gerüstet, da Kostensteigerungen an Kunden weitergegeben werden können.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 plant DO&CO weiteres Wachstum. Ein Schwerpunkt ist der Ausbau am Flughafen Wien – ab dem ersten Quartal 2027 sollen neue Gastronomieflächen im erweiterten Terminal 3 Süd eröffnen, darunter auch ein Ableger der traditionsreichen Wiener Konditorei Demel.