Die Musikwelt trauert um Dolly Parton. Die Country-Legende, die mit Songs wie "Jolene" und "I Will Always Love You" weltberühmt wurde, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Kurz nach Bekanntwerden des Todes meldete sich auch US-Präsident Donald Trump zu Wort – und kündigte eine große Geste an.
Auf Truth Social schrieb Trump, Parton sei "eine der größten Country-Sängerinnen und weit darüber hinaus" gewesen. Ihr Tod sei, so Trump weiter in übersetzter Form, "ein echter Verlust für Millionen Menschen".
Trump würdigte Parton als einzigartige Künstlerin. "Es gab nie jemanden wie sie, und es wird nie jemanden wie sie geben", erklärte der US-Präsident. Dann kündigte er an, die amerikanische Flagge in den gesamten Vereinigten Staaten zu ihren Ehren für eine Woche auf halbmast setzen zu lassen. Die Anordnung solle demnach noch am Abend um 18 Uhr beginnen.
Mit den Worten "Ruhe in Frieden, Dolly! Die Welt liebt dich" schloss Trump seine Reaktion. Für Parton ist es eine außergewöhnliche staatliche Ehrung – und ein Zeichen dafür, wie breit ihre Wirkung über Musikgrenzen hinaus reichte.
Partons Familie den Tod der Sängerin über Social Media bekanntgegeben: "Die Traurigkeit ist mit uns, aber nicht mit Dolly. Sie hat ihr Leben gelebt", hieß es in der Mitteilung. Zur Todesursache war zunächst nichts bekannt.
Bereits im Vorjahr hatte Parton wegen gesundheitlicher Probleme mehrere Konzerte in Las Vegas absagen müssen. Auch Ersatztermine wurden später gestrichen. Damals beruhigte sie ihre Fans noch mit den Worten: "Macht euch keine Sorgen, dass ich aus dem Geschäft aussteige, weil: Gott hat noch nichts von Aufhören gesagt."
Parton galt als eine der seltenen Figuren der US-Unterhaltung, die in völlig unterschiedlichen Milieus verehrt wurde. Konservative liebten ihre Country-Wurzeln, viele in der LGBTQ-Szene sahen in ihr eine schillernde Ikone. Ihr Image aus großer Perücke, Glitzerkostümen und Selbstironie machte sie unverwechselbar.
Die Sängerin wuchs in einfachen Verhältnissen in Tennessee auf, schrieb schon als Kind Lieder und machte später in Nashville Karriere. Ihren Welthit "I Will Always Love You" schrieb sie 1974 zum Abschied von Porter Wagoner. Whitney Houston machte den Song 1992 im Film "Bodyguard" weltweit noch bekannter.
Bis zuletzt blieb Parton eine Künstlerin, die sich politisch nicht vereinnahmen lassen wollte. Gleichzeitig engagierte sie sich sozial und spendete unter anderem für medizinische Forschung. Nach ihrem Tod würdigt Trump nun genau jene Frau, die über Jahrzehnte hinweg Millionen Menschen erreichte – mit Stimme, Haltung und Glitzer.