Was läuft da ab? Am Dienstagvormittag landete ein Militärflugzeug der US-Luftwaffe in Moskau-Wnukowo. Zuvor soll die Maschine in der lettischen Hauptstadt Riga zwischengelandet sein. Laut Daten von "flightradar.24" setzte die Boeing C-17 Globemaster III danach um 10.04 Uhr auf dem russischen Airport auf.
Kurz darauf wurde eine Autokolonne in Moskau gesichtet. Demnach hätten die Fahrzeuge amerikanische Diplomaten-Kennzeichen gehabt. Schnell kamen Spekulationen auf. Der US-Militärflieger dient nämlich für den Transport von Truppen und Ausrüstung wie gepanzerte Fahrzeuge und Hubschrauber. Aber auch Reisen hochrangiger US-Regierungsvertreter finden damit statt.
Doch was machen US-Vertreter in Moskau? Geht es um den Iran oder um den Krieg in der Ukraine? Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gab sich jedenfalls bedeckt. Er habe keine Informationen zu dem US-Flieger. Auch die USA äußerten sich nicht.
Nun kamen neue Details ans Licht. Laut Informationen des US-Senders CBS News soll CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau gereist sein. Es gehe um "geheime Besprechungen". Seitens der CIA gab es keine offizielle Stellungnahme.
Unter Berufung auf die Journalistin Ksenia Sobtschak berichtet der "Corriere della Sera", dass Ratcliffe für einen Gefangenenaustausch in Russland sein soll. Es gehe dabei um den US-Bürger Charles Wayne Zimmerman, der in Russland wegen des Besitzes nicht deklarierter Waffen und Munition zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde.
Bereits im Sommer unterzeichnete Zimmerman ein Gnadengesuch, das anschließend nach Moskau geschickt worden sei. Nun könnte er wohl im Zuge eines Austauschs außer Landes gebracht werden. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür jedoch nicht.