Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, den Urheber des versuchten Drohnenangriffs auf den Flughafen Leipzig/Halle zu benennen. Bei einer Kabinettsklausur in Neuhardenberg sagte er, Deutschland sei stärker ins Fadenkreuz hybrider Angreifer gerückt.
"Das zeigt nicht zuletzt der Angriff vom 4. August am Flughafen in Leipzig. Angreifer nehmen zunehmend skrupellos auch schwere Sachschäden, sogar Verletzte und Tote in Kauf", so Merz. "Wir werden das in Kürze auch darlegen und uns dazu äußern."
Wie n-tv.de meldet, arbeiten die Sicherheitsbehörden intensiv an der Aufklärung. Spekulationen von Experten gehen in Richtung Russland. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat es bislang vermieden, einen möglichen Urheber klar zu benennen.
Der Kanzler kündigte harte Konsequenzen an: "Deutschland schreckt ab. Die Bundesregierung auferlegt Urhebern hybrider Angriffe einen Preis. Sie werden dafür bezahlen." Dies sei ein Ziel des Gesetzes zu den Nachrichtendiensten.
In Brandenburg wurde außerdem ein Waffenlager gefunden. Innenminister Dobrindt schloss auch hier eine "Beteiligung fremder Mächte" nicht aus. Bei der Kabinettsklausur stand auch die Präsentation einer neuen Abfangdrohne auf der Tagesordnung.
Merz betonte, die Unterstützung der Ukraine werde mit "langem Atem" fortgesetzt. Deutschland sei mittlerweile stärkster Unterstützer der Ukraine – "nicht um den Krieg zu verlängern, sondern um Friedensgespräche zu erzwingen".