Österreich

Mäuse-Domina bekam perverse Post aus Österreich

Eine 48-Jährige musste sich wegen einem widerlichen Fall von Tierquälerei vor Gericht verantworten.
Sandra Kartik
29.03.2022, 16:17

Ute B. konnte einfach nicht genug kriegen. Für Geld war die 48-Jährige bereit, Menschen zu demütigen, sie zu erpressen und Tiere zu töten. Am Montag musste sich die "Finanz-Domina", wie berichtet am Würzburger Amtsgericht in Deutschland verantworten. Sie soll nicht nur ihre Kunden, von ihr wenig liebevoll "Zahl-Schweine" genannt, erpresst haben:

"Aufgabe der Angeklagten war es, die lebenden Mäuse mittels Stiefeln, High Heels oder Ballerinas bis zum Eintritt des Todes zu zerquetschen", führte Staatsanwalt Jonas Compensis vor Gericht aus. Die "Herrin", wie sie ihre Sklaven riefen, zeigt sich zwar auf ihrem privaten Facebook-Account tierlieb und kuschelt mit ihrem Schäferhund, berichtet die "Bild". Für die Futtermäuse dürfte Ute B. deutlich weniger übrig gehabt haben. Beim sogenannten "Animal Crushing" habe die Domina einen Fußfetisch bedient, der gut bezahlt wurde. Ihr Verteidiger Ulrich Ziegert führte finanzielle Probleme nach ihrer Scheidung als Grund an – "eine unschöne Sache."

Illegale Bilder von Österreicher erhalten

Die Tiere waren zum Verfüttern an Schlangen gedacht gewesen, ihr Schicksal sei daher ohnehin besiegelt gewesen. 41 Videos wurden von Ute B. beim Zertreten von Mäusen bei einer Razzia im Juli 2018 beschlagnahmt. Auch drei kinderpornografische Bilder wurden dabei sichergestellt, die sie von einem österreichischen Kunden im Rahmen eines Rollenspiels geschickt bekommen habe.

Der widerliche Fall von Tierquälerei wurde bei der Hausdurchsuchung nur durch Zufall entdeckt. Ein ehemaliger Sklave hatte die Domina angezeigt, weil sie ihn erpresste. Der Mann war nicht der Einzige, es gibt noch sieben weitere Geschädigte der Frau, die hauptberuflich eine Sauna-Anlage betreibt. Ute B. kam mit einer Geldstrafe von 7.200 Euro davon. Oliver R., der die perversen Videos filmte, muss 6.300 Euro Strafe zahlen.

Erpressung mit Unterwäsche-Fotos?

Demnächst muss sich Ute B. wieder wegen Erpressung vor Gericht verantworten. Es geht um Bilder von Kunden in Damen-Unterwäsche, die sie an die Familien der Sklaven schicken wollte.

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