"Negative Kräfte"

Donald Trump attackiert KI-Boss wegen Pausenforderung

Der Anthropic-Chef warnt vor katastrophalen KI-Angriffen in nur wenigen Monaten. Doch der US-Präsident lässt die Bedenken abprallen.
Digital  Heute
15.09.2026, 21:51
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Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) geht manchen Tech-Bossen zu schnell. Anthropic-Chef Dario Amodei schlug am Wochenende eine koordinierte Pause der westlichen Welt vor, um Sicherheitsrisiken besser zu verstehen. Doch US-Präsident Donald Trump will davon nichts wissen.

Amodei warnte eindringlich: KI-Agenten könnten bereits in sechs bis zwölf Monaten in der Lage sein, große Teile der Internet-Infrastruktur anzugreifen. Der mögliche Schaden? Hunderte Milliarden Dollar. Auch die Fähigkeit von KI-Software, sich selbst weiterzuentwickeln, bereite ihm Sorgen.

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Doch in Washington stößt er auf taube Ohren, wie es bei "heise online" heißt. Trump wies die Forderungen brüsk zurück. Hinter solchen Forderungen stünden nur "negative Kräfte", sagte der Präsident während seines Irland-Besuchs. Eine Verlangsamung würde nur China nützen.

Auch Peking gegen KI-Pause

"Wer bei KI gewinnt, gewinnt", betonte Trump. Die USA seien das fortschrittlichste Land der Welt, und das solle auch so bleiben. Auch China lehnt eine Drosselung ab und spricht von "Angstmacherei". Die Debatte droht den geplanten Gipfel zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping zu überschatten.

Unterstützung erhält Amodei hingegen von Branchenkollegen. Tech-Milliardär Elon Musk schrieb auf X: "Dario hat recht." Auch OpenAI-Chef Sam Altman meinte, das Tempo bei der Entwicklung der leistungsstärksten KI-Modelle müsse verlangsamt werden. Der geplante Börsengang von OpenAI werde in diesem Jahr wohl nicht mehr stattfinden.

red,15.09.2026, 21:51