Donaustadt soll neuer Radfahrer-Vorzeigebezirk werden

Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (beide SPÖ) präsentierten das Programm für das Wiener Radverkehrsnetz 2021.
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (beide SPÖ) präsentierten das Programm für das Wiener Radverkehrsnetz 2021.PID/Christian Fürthner
Die Stadt tritt beim Ausbau der Radwege kräftig in die Pedale. So werden wichtige Lücken geschlossen und die Donaustadt zur Modellbezirk ausgebaut.

Mehr Qualität für Radfahrer, bezirksübergreifende Fahrradverbindungen, neue Fahrrad(freundliche) Straßen und Lückenschlüsse im Radwegenetz der Klimamusterstadt Wien: Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) präsentierte nun das Programm für das Wiener Radverkehrsnetz 2021 und darüber hinaus. Als Partner konnte Sima Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) gewinnen, der "seine" Donaustadt zum Radfahr-Vorzeigebezirk machen und auf der Wagramer Straße einen wichtigen Lückenschluss im Radwegenetz umsetzen will.

Im November 2020 übernahm Sima das Verkehrsressort von Vorgängerin Birgit Hebein (G), seitdem hat sie eine strategische Planung der Lückenschlüsse vernehmen lassen - und dabei mit so manchen "Altlasten" gekämpft, wie sie im "Heute"-Interview erzählte.

Anteil der Radfahrer steigt stetig an

Mit den nun vorliegenden Ergebnissen soll es möglich werden, in ganz Wien mit dem Fahrrad auf sicheren und komfortablen Radrouten und Radwegen von A nach B zu kommen. "Radfahren boomt in unserer Stadt und der steigende Anteil der Radfahrerinnen  und Radfahrern ist erfreulich. Im Vorjahr ist der Radverkehrsanteil laut Modal Split-Erhebung der Wiener Linien von sieben auf neun Prozent gestiegen. Corona hat da sicher entscheidenden Einfluss, aber der Trend zu mehr Radverkehr zeichnet sich auch schon vor Corona ab und das ist gut für unsere Klimamusterstadt", so Sima.

Ihr Ansatz sei das Miteinander im Verkehr. "Ich bin in intensivem Austausch mit den Bezirken, wir haben in etlichen Fällen die vorliegenden Planungen adaptiert und verbessert. Ich will gemeinsame Lösungen und Konsens", erklärt Sima. Dass sie nun mit Bezirkschef Nevrivy eine wichtige neue Radverbindung umsetzen kann, freut sie sehr.

Donaustadt wird zum Vorzeigebezirk

In der Donaustadt kommt aber nicht nur ein Radweg, hier wird eine echte Radfahroffensive gestartet. "Ich habe bei der MA 18 ein Radwege-Konzept für den gesamten 22. Bezirk in Auftrag gegeben, ich will alle Straßen untersucht haben, um die besten Radverbindungen herauszuarbeiten", so Nevrivy.

Der erste Schritt ist ein neuer und attraktiver Radweg auf der Wagramer Straße, der in zwei Etappen entstehen wird. Aktuell startet die Detailplanung. Teil 1 kommt im Jahr 2022, er reicht von der Kagraner Brücke bis zum Donauzentrum. Teil 2 folgt im Jahr darauf, er verbindet die Strecke vom Donauzentrum zum Kagraner Platz. 

Auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern Länge entstehen entlang der Wagramer Straße neue Radwege. Stadtauswärts, als Fortsetzung zum existierenden Radweg ein baulich getrennter Zweirichtungsradweg.

Insgesamt 21 Projekte für 2021

Für heuer plant Sima (in Absprache mit den Bezirken) aber viel mehr Radverbindungen, insgesamt sind es 21 Projekte für 2021 vor. Viele der Projekte sind wichtige Lückenschlüssen in bereits bestehenden Radverbindungen, etwa in:

- Eurogate Adolf-Blamauer-Gasse/Otto-Premiger-Straße (Landstraße)

Im Stadtentwicklungsgebiet Eurogate entsteht in der Adolf-Blamauer-Gasse entlang der Bahntrasse ein etwa 480 Meter langer baulich getrennter Zweirichtungsradweg, der den Landstraßer Gürtel mit der Aspangstraße verbindet. Das westlich gelegene Fasanviertel wird zukünftig über eine barrierefreie FußgängerInnen- und RadfahrerInnenbrücke bzw. Rampe angebunden. Die gesamte Otto-Preminger-Straße wird zur verkehrsberuhigten fahrradfreundlichen Straße. 

- Goldschlagstraße von Reinlgasse bis Sturzgasse (Penzing)

Die fahrradfreundliche Goldschlagstraße wird verlängert. Dazu wird heuer auch der Abschnitt zwischen Sturzgasse und Reinlgasse zu einer fahrradfreundlichen Straße. Zukünftig ist damit eine komfortable Radfahrt über die Goldschlagstraße vom 14. Bezirk bis zum Gürtel möglich.

- Lückenschluss zwischen Währing und Penzing 

Entlang der Vorortelinie kann zukünftig vom 18. in den 14. Bezirk geradelt werden. Wie berichtet, entsteht im Sommer und Herbst durch eine neue Radinfrastruktur ein durchgängiges Verbindungsnetz zwischen Währing und Penzing.

In der Ottakringer Straße, von Paltaufgasse bis Weinheimergasse und von der Ottakringer Straße bis zur Thaliastraße werden bauliche Zweirichtungsradwege errichtet. In der Heigerleinstraße, von der Alszeile bis zur Arnethgasse – Weinheimergasse entsteht eine fahrradfreundliche Straße. Damit wird eine Fahrt von Währing, über 16. und 17. Bezirk nach Penzing mit dem Rad über eine durchgängige Radroute möglich.

Alle Infos zum geplanten Ausbau des Wiener Radwegenetzes findest Du online hier.

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