Die Rufe aus der Bevölkerung nach einer Änderung des Staatsbürgerschaftsgesetzes kommen nicht unerwartet. Immerhin leben zurzeit laut Außenministerium 613.000 Österreicher im Ausland. Jetzt möchte ein Bündnis von Auslandsösterreicher durch eine parlamentarische Bürgerinitiative Druck machen. Konkret geht es um Änderungen der Gesetzeslage zur Doppelstaatsbürgerschaft. Derzeit sind diese in Österreich nämlich nur in Ausfällen erlaubt und die gibt es sehr selten.
Österreicher, welche im Ausland arbeiten und nicht die dortige Staatsbürgerschaft besitzen, haben oft Nachteile im jeweiligen Land. Würden sie dann diese Staatsbürgerschaft annehmen, geht die österreichische automatisch verloren. "Dies führt zum Verlust wertvoller Bürger, die unser Land weltweit repräsentieren", so Martin Wallner, einer der Initiatoren der Kampagne Doppelstaatsbürgerschaft.at.
Seit 30 Jahren wurden die Kriterien für eine Beibehaltung der österreichischen Staatsbürgerschaft nicht mehr überarbeitet. Eine Beibehaltung ist zurzeit nur möglich, wenn wichtige Gründe vorliegen, welche das Privat- und Familienleben, das Wohl eines Kindes oder ein besonderen Interesse der Republik beinhalten. Die Entscheidung trifft letztendlich das zuständige Amt der Landesregierung, zumeist aber gegen die Doppelstaatsbürgerschaft. Die Sammlung der Unterschriften beginnt mit dem 05.03.2024.