Doskozil sperrt alles auf: "Impfung muss sich auszahlen"

Hans Peter Doskozil im Interview mit Heute.at-Chef Clemens Oistric
Hans Peter Doskozil im Interview mit Heute.at-Chef Clemens Oistric"Heute"
Das Dosko-Ziel? Aufsperren. Burgenland öffnet als einziges Bundesland im Osten die Gastro schon am 12.12. "Ein klarer Auftrag", findet er.

"Weihnachten wie damals – das wird's geben", freut sich Hans Peter Doskozil am Feiertag im "Heute"-Interview. Der SP-Grande öffnet als einziger Landeschef im Osten schon am 12.12. Mit strengem Sicherheitskonzept, wie er betont, dürfen auch Gastronomie und Hotels wieder aufmachen. Die Sperrstunde wird um 23 Uhr sein. "Es muss sich auszahlen, dass die Menschen die Maßnahmen mittragen. Und es muss sich für die Menschen doch auszahlen, dass sie geimpft sind. Sie müssen sich Erleichterungen erwarten können", meint Doskozil.

Video: Doskozil im "Heute"-Interview

"Übernehmen Grundniveau 1:1"

Sein Bundesland habe die höchste Impfquote Österreichs. 34 Prozent der Burgenländer hätten sich sogar schon eine Auffrischungsimpfung abgeholt – europaweit ein Spitzenwert. Dass er vorprescht, will der Landeshauptmann so nicht stehen lassen: "Vorarlberg, Tirol und Burgenland werden das Grundniveau des Bundes 1:1 übernehmen. Die anderen Bundesländer werden bis 20.12. nachkommen." Er rechnet weiter mit Entspannung in seinem Verantwortungsbereich: "Ich bin davon überzeugt, dass wir jetzt wieder in eine Phase tauchen, wo die Zahlen zurückgehen. Daher war es für mich ein klarer Auftrag, diesen Weg zu gehen." 

Hans Peter Doskozil: "Andere Bundesländer will ich nicht beurteilen."

Wie berichtet, werden die anderen beiden SPÖ-Länderchefs in Wien und Kärntnen bei Gastro und Hotellerie noch abwarten. Uneinigkeit will Doskozil in diesem Vorgehen nicht erkennen: "Es besteht ein Grundkonsens, wenn es darum geht, die Pandemie zu bekämpfen. Aber jeder beurteilt die Situation so, wie sie im jeweiligen Bundesland ist. Das ist die Regel, das ist möglich. Daher haben wir die Entscheidung fürs Burgenland getroffen." Apropos Situation: Wien weist neben Burgenland die niedrigste 7-Tage-Inzidenz Österreichs vor, lässt zu. Doskozil: "Andere Bundesländer will ich nicht beurteilen."

"Gesprächskultur mit Nehammer gut"

Zum ersten Austausch mit Neo-Kanzler Karl Nehammer (VP) findet er anerkennende Worte: "Am heutigen Tag war die Gesprächskultur sehr gut, genauso wie die Vorbereitung fürs Treffen." Allgemein hält er seine Kritik an den Zuständen der Regierung aufrecht. Die politische Situation sei für ihn "nicht zufriedenstellend", betont Doskozil, "genauso wie die Art, wie man mit Funktionen umgeht und wie man als Partei glaubt, Funktionen besetzen zu können".

Wirtschaftskammer begrüßt Lockerungen

Die Wirtschaftskammer begrüßte in einer ersten Reaktion das Lockdown-Ende für Geimpfte und Genesene im Burgenland. Die Maßnahmen seien ein "überharter" Schritt gewesen. WKO-Präsident Harald Mahrer sagte: "Wir sind erleichtert, dass diese Verlässlichkeit zumindest von einigen Bundesländern vollumfänglich gelebt wird."

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