Ein Ausflug in die Berge endete für einen deutschen Wanderer am Samstagabend dramatisch: Nur rund 100 Meter vor der rettenden Stüdlhütte am Großglockner brach der 53-Jährige plötzlich zusammen. Starke Windböen und einbrechende Dunkelheit machten eine Rettung aus der Luft unmöglich – Bergretter und Hüttenwirt mussten zu einem kräftezehrenden Einsatz ausrücken.
Der Mann war am 28. März gemeinsam mit drei Begleitern auf dem Weg zur beliebten Stüdlhütte. Gegen 18.45 Uhr, kurz vor dem Ziel, bekam er plötzlich gesundheitliche Probleme und konnte keinen Schritt mehr weitergehen. In der exponierten Lage blieb der Gruppe nichts anderes übrig, als einen Notruf abzusetzen, wie "5 Minuten" berichtet.
Die Hoffnung auf eine schnelle Bergung per Hubschrauber zerschlug sich rasch. Heftige Windböen und die bereits einsetzende Abenddämmerung machten einen sicheren Flug unmöglich. Stattdessen wurde die Bergrettung Kals alarmiert. Auch ein Alpinpolizist machte sich auf den Weg zum Einsatzort.
Während die Retter im schwierigen Gelände aufstiegen, reagierte auch der Hüttenwirt der Stüdlhütte sofort: Er eilte dem erschöpften Wanderer entgegen, versorgte ihn und hielt ihn warm, bis Unterstützung eintraf.
Erst nach einem aufwendigen Einsatz konnte der Mann in einer Gebirgstrage gesichert und Schritt für Schritt ins Tal gebracht werden. Der Abtransport erfolgte teilweise seilgesichert bis zur Talstation der Materialseilbahn. Von dort ging es weiter ins Tal, wo der 53-Jährige gegen 22.30 Uhr dem Rettungsdienst übergeben wurde.