Bakken wurde leblos in seinem Hotelzimmer in Lavazè in Italien gefunden. Über die Ursache seines Todes gibt es bisher keine Informationen. Wie "20 Minuten" berichtet, zeigen sich seine Weggefährten tief erschüttert.
Der italienische Biathlet Tommaso Giacomel kann es nicht fassen. "Wir hatten geplant, heute zusammen Ski zu fahren, doch du bist nicht aufgetaucht. Wir hatten auch geplant, Silvester gemeinsam zu feiern, aber du wirst nicht da sein. Das Leben war schon so hart zu dir, dich vor über zwei Jahren für lange Zeit aufzuhalten … und jetzt das. DAS IST NICHT FAIR!!", schreibt der 25-Jährige auf Instagram.
Seinem verstorbenen Freund macht Giacomel ein Versprechen: "Ab diesem Moment werde ich dich mit mir tragen – nicht nur in jedem Rennen, sondern in jeder Trainingseinheit und jedem Moment meines Lebens. Es wird wirklich schwer sein, in Zukunft ohne dich zu trainieren und zu kämpfen, aber ich werde mein Bestes geben, um dich stolz zu machen."
Auch Teamkollege Vetle Sjåstad Christiansen ist fassungslos: "Du warst zurück!! Ganz oben auf dem Podest, oben auf den höchsten Bergen Norwegens und oben im Leben. Je mehr du trainiert hast, desto breiter war dein Grinsen. Du warst der lebende Beweis für Hingabe. Ruhe nun in Frieden."
Tatsächlich hatte Bakken nach einer schweren Herzmuskelentzündung erst in dieser Saison sein Comeback im Weltcup gefeiert. Zuletzt startete er am Freitag beim letzten Sprintrennen des Jahres im französischen Le Grand-Bornand. Dort wurde er Fünfter – fehlerfrei, nur 8,6 Sekunden hinter Christiansen.
Auch der Präsident des Weltverbands, Olle Dahlin, zeigte sich betroffen: Er sei "zutiefst erschüttert und traurig über die tragische Nachricht". Bakken sei mit seinem Comeback "eine Quelle immenser Freude für die gesamte Biathlon-Familie und ein inspirierendes Beispiel für seine Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit" gewesen. "Sein Tod in so jungen Jahren ist unfassbar, doch er wird unvergessen bleiben und für immer in unseren Herzen sein."
Biathlon-Star Johannes Thingnes Bø sagte zum Tod seines Landsmanns gegenüber dem NRK: "Er war eines der größten Talente, die der norwegische Biathlon je hervorgebracht hat. Er hatte immer ein Lächeln im Gesicht und stets einen netten Spruch parat. Man merkte sofort, wenn Sivert in der Nähe war; er verbreitete eine fantastische, positive Atmosphäre." Und weiter: "Man kann es kaum fassen, dass es wahr ist. Wenn junge Menschen sterben, fühlt sich das so ungerecht und traurig an."