Eigentlich zieht er Last-Pontons, Windräder und havarierte Tanker, nun soll der Schlepper "Robin Hood" – im Jahr 1971 erbaut – den vor der Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwal "Timmy" aus "seinem Gefängnis" befreien.
Wie die "Bild" berichtet, soll die Crew des Schleppers den Auftrag bereits am Samstag erhalten haben. Umgehend begab man sich auf den Weg. Von Stralsund aus fuhr die Crew nach Wismar, wo man schon am Sonntagvormittag eintraf. Jetzt wartet das Team gespannt auf den Startschuss.
Der Kapitän des Schiffes, Martin Bocklage, betonte gegenüber der deutschen Zeitung, dass man sich auf die neue Herausforderung freue. Es ist nicht das erste Mal, dass der 26,50 Meter lange und 7,5 Meter breite Schlepper für Schlagzeilen sorgt.
Laut dem "Bild"-Bericht zog man bereits am 11. Oktober 2024 den nach einem Brand vor Kühlungsborn in Seenot geratenen Tanker "Annika" nach Rostock. Danach schleppte man das Schiff in die Stralsunder Werft "Strela Shiprepair".
Nun soll die Robin Hood auch im Fall "Timmy" für ein Happy End sorgen. Der Wal soll mit Luftkissen auf ein Netz gehoben werden, welches zuvor an einem Rechteck aus Pontons befestigt werden soll. Die Konstruktion soll dann von der "Robin Hood" bis in den Atlantik gezogen werden.
Eine genaue Route wurde jedoch aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben. Fix ist jedoch, dass es keine schnelle Reise in die Freiheit für "Timmy" wird. Die "Robin Hood" soll laut der "Bild" mit einer Geschwindigkeit von vier km/h unterwegs sein. Der Transport könnte in den späten Abendstunden oder nachts über die Bühne gehen.