Es ist ein spektakulärer Fall von Viehdiebstahl: Erneut haben Unbekannte in Brandenburg Dutzende Rinder gestohlen. Ein Landwirt aus Raddusch im Spreewald wollte am Morgen seine Tiere impfen – doch 48 seiner Kühe waren verschwunden. Der Schaden beläuft sich auf rund 75.000 Euro.
Es ist bereits der zweite Fall binnen weniger Wochen. In der Nacht auf den 22. April waren 70 junge Rinder in der Nähe von Uebigau-Wahrenbrück entwendet worden. Insgesamt sind damit 118 Tiere verschwunden.
Wie NTV unter Berufung auf RBB und B.Z. berichtet, handelt es sich bei den Ende April gestohlenen Tieren um eine besondere DDR-Züchtung: das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind. Die ausschließlich weiblichen Kälber waren zwischen drei und sechs Monate alt.
"Die Tiere sind unkompliziert und sehr robust gegen Krankheiten", erklärte Eckhard Tzschoppe von der betroffenen Agrargenossenschaft. Gerade diese Eigenschaften machen die Rasse offenbar für Kriminelle attraktiv.
Die Diebe gingen äußerst professionell vor. Sie hatten vermutlich einen Sattelschlepper dabei und brachen das Stalltor auf. "Sie haben die Tiere aufgeladen und sogar noch sortiert", schilderte Michael Jänsch, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft. "Die Kleinsten haben sie zurückgelassen."
Die Polizei konnte in beiden Fällen Reifenspuren sichern. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Von den gestohlenen Rindern fehlt bisher jede Spur.