Joel Schwärzler triumphierte beim Challenger-Turnier im polnischen Grodzisk Mazowiecki. Im Endspiel besiegte er den Italiener Andrea Guerrieri nach 90 Minuten in zwei Sätzen klar mit 7:6 (4), 6:1.
Damit holt sich Schwärzler seinen dritten Titel auf Challenger-Ebene. Nach seinem Premierenerfolg 2024 in Skopje und dem Triumph in Kigali in diesem Jahr durfte der ÖTV-Youngster nun erstmals auf Hartplatz jubeln.
Dabei lieferte sich Schwärzler mit dem Weltranglisten-213. zunächst ein enges Duell. Beide Spieler dominierten ihre Aufschlagspiele, ein Break gelang im ersten Satz keinem. Beim Stand von 4:4 ließ der Vorarlberger zwei Möglichkeiten ungenutzt – die Entscheidung musste im Tiebreak fallen.
Und dort bewies Schwärzler einmal mehr starke Nerven. Es war bereits sein viertes Tiebreak des Turniers – und zum vierten Mal ging er als Sieger vom Platz. Nach einer zwischenzeitlichen 4:2-Führung und Guerrieris Ausgleich zum 4:4 schlug der Österreicher noch einmal zu und holte den Durchgang mit 7:4.
Danach war der Widerstand des Italieners gebrochen. Schwärzler nahm Guerrieri früh den Aufschlag zum 3:1 ab und legte wenig später das nächste Break nach. Nach exakt 90 Minuten machte der Vorarlberger den Titel auf besonders souveräne Art perfekt: Seinen ersten Matchball verwandelte er mit einem Ass.
Der Erfolg bringt Schwärzler auch in der Weltrangliste einen kräftigen Schub. Bereits der Finaleinzug bedeutete ein neues Karrierehoch, durch den Turniersieg wird er im Live-Ranking auf Platz 149 geführt. Damit wäre Schwärzler erstmals unter den besten 150 Spielern der Welt und aktuell Österreichs Nummer drei hinter Sebastian Ofner (127) und Jurij Rodionov (134).