Die Polizeipräsenz im Grazer Volksgartenpark bleibt verstärkt. Der Kampf gegen Drogen-Dealer und begleitende Kriminalität geht weiter. Die Landespolizeidirektion Steiermark hat jetzt die bestehende Schutzzone um weitere sechs Monate verlängert; die neue Verordnung tritt mit Sonntag, 19. Juli, in Kraft.
Seit der Einführung der Schutzzone im Juli 2024 kontrolliert die Polizei den Park regelmäßig. Laut Bilanz wurden bisher insgesamt 1.062 Betretungsverbote ausgesprochen.
Im selben Zeitraum erstatteten die Einsatzkräfte insgesamt 1.499 Anzeigen. Den größten Anteil machten Verstöße gegen bereits ausgesprochene Betretungsverbote aus. Insgesamt wurden dazu 709 Anzeigen erstattet. Dazu kommen 397 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz.
Ein Schwerpunkt der Einsätze ist laut Polizei der Kampf gegen den Drogenhandel. Bei Kontrollen und Schwerpunktaktionen wurden bisher insgesamt 438 Suchtmittelsicherstellungen durchgeführt.
Dabei stellten die Beamten unter anderem rund 8,3 Kilogramm Cannabis sowie etwa 350 Gramm Kokain sicher.
Die Schutzzone nach Paragraf 36a des Sicherheitspolizeigesetzes soll vor allem Kinder und Jugendliche vor gerichtlich strafbaren Handlungen schützen. Um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im Park weiter zu stärken, beantragte das Stadtpolizeikommando Graz die Verlängerung der Maßnahme.
Nach Prüfung durch die Sicherheits- und Verwaltungspolizeiliche Abteilung wurde dem Antrag stattgegeben.
Die Schutzzone im Volksgartenpark gilt damit ab 19. Juli 2026 für weitere sechs Monate. Die Polizei kündigt an, die engmaschigen Kontrollen und Schwerpunktstreifen unverändert fortzusetzen.
Von der Entscheidung nicht betroffen ist die Schutzzone im nahegelegenen Metahofpark. Diese bleibt wie geplant bis Ende September 2026 aufrecht.