Alarmierende Zahlen

Schock-Bericht: Schon Neunjährige konsumieren Drogen

Das Einstiegsalter sinkt, die Drogen werden gefährlicher. Experten schlagen Alarm und warnen vor einer besorgniserregenden Entwicklung.
Österreich Heute
10.07.2026, 16:00
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Die Entwicklung bereitet Suchtexperten große Sorgen: Immer jüngere Kinder kommen mit Suchtmitteln in Kontakt. Laut dem aktuellen Tätigkeitsbericht Sucht für Kärnten konsumieren bereits Neunjährige Drogen. Gleichzeitig werden illegale Suchtmittel immer stärker und damit lebensgefährlicher.

"Das Einstiegsalter geht weiter nach unten - bereits Neunjährige konsumieren - und die erhältlichen illegalen Drogen werden immer stärker und lebensgefährlicher", warnt Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ) laut Kleine Zeitung.

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Der jüngste Patient der Drogenambulanz in Klagenfurt ist derzeit erst 14 Jahre alt.

Nikotin als Einstiegsdroge

Als größte Einstiegsdroge sehen die Experten nach wie vor Nikotin. Fast jeder vierte Kärntner konsumiert Nikotin, allerdings immer häufiger in Form von Produkten wie Snus statt klassischer Zigaretten. "Nikotin ist der Türöffner für jede weitere Sucht", sagt Prettner.

Auch Alkohol bleibt ein großes Problem. Rund fünf Prozent der Kärntner trinken laut Bericht in einem gesundheitsgefährdenden Ausmaß. Im ambulanten Programm für Alkoholkranke Kärnten (Apak) werden derzeit 912 Menschen betreut, so die Kleine Zeitung.

"Es müssten mehr sein, doch das Stigma in der Gesellschaft ist zu hoch. Die Dunkelziffer Alkoholsüchtiger ist viel größer in Kärnten", sagt Suchtkoordinatorin Eva Maria Adlmann.

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Besonders besorgniserregend sei der Anstieg alkoholabhängiger junger Mütter. Diese würden von der Schwangerschaft bis ins Schulalter ihrer Kinder begleitet.

"Es sind Hochrisikokinder, stark gefährdet später selbst Süchte oder psychische Erkrankungen auszubilden. Es ist eine lohnende Arbeit, hier früh anzusetzen, um Leid in der Zukunft zu lindern", erklärt Claudia Scheiber, Leiterin des Drogenambulatoriums in Klagenfurt.

Auch Sex, Handy und Gaming machen süchtig

Nicht nur Alkohol und Drogen bereiten den Experten Sorgen. Auch sogenannte Verhaltenssüchte nehmen deutlich zu. "Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist die Social-Media- und Onlinegaming-Sucht stark steigend, bei Erwachsenen die Spiel-, Kauf- oder Sexsucht", sagt Adlmann.

Die Zahl dieser Suchterkrankungen ist laut Bericht um 13,5 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden rund 700 Betroffene behandelt, heuer rechnet man bereits mit einer Verdoppelung.

Drogen werden immer gefährlicher

Parallel dazu beobachten Experten eine zunehmende Gefahr auf dem illegalen Drogenmarkt. Mit dem kostenlosen und anonymen Angebot "My Drug Check" können Konsumenten ihre Substanzen analysieren lassen. "Damit konnten wir schon Leben retten", sagt Scheiber.

381 Proben wurden bereits untersucht. Rund die Hälfte enthielt Heroin, ein Viertel Kokain. Der Rest bestand aus sogenannten "Research Chemicals" - synthetisch hergestellten Stoffen, deren Wirkung für Konsumenten kaum vorhersehbar ist.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.07.2026, 16:03, 10.07.2026, 16:00
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