Drogen – Polizei-Einsatz bei ORF-Fernsehpolizisten

Florian Kreiner verteidigt in Drogenprozess mit prominenten Konsumenten (Symbolbild)
Florian Kreiner verteidigt in Drogenprozess mit prominenten Konsumenten (Symbolbild)Sabine Hertel, Facebook
8 Cannabis-Dealer stehen heute in Leoben (Stmk.) vor Gericht. Ihre teils prominenten Kunden – Schauspieler, Kameraleute – sind im Zeugenstand

Zuletzt ist den "Hanfbauern" das Gras über den Kopf gewachsen. Die Beschuldigten waren bei der Zucht von Marihuana-Stauden derart erfolgreich, dass sie mehrere Liegenschaften anmieten mussten, um ihre Stecklinge unterzubringen. Lukrativ war der jahrelange Handel mit dem Rauschgift zudem. Die Polizei konnte insgesamt 838.000 Euro an Verkaufserlösen sicherstellen.

TV-Krimiserien holt die Realität ein

Der heutige Prozess in Leoben sprengt aber auch aus einem anderen Grund den üblichen Rahmen von Suchtgiftdelikten. Geladen sind über 40 Zeugen – die meisten davon haben von den Angeklagten Gras gekauft. Gemeinsam haben sie einen künstlerischen Beruf. Es finden sich reihenweise Darsteller, Regieassistenten und Kameraleute von bekannten TV-Serien wie „Copstories“ und „Soko Kitzbühel“ auf der Zeugenliste. Einige Deals wurden bei Observationen von Polizeibeamten beobachtet, andere kamen durch schriftliche Kundenlisten der Angeklagten ans Licht.

Einer der Angeklagten, er wird von Anwalt Florian Kreiner vertreten, wird sich voll geständig zeigen. Er reiste sogar extra aus Thailand zur Verhandlung an. Die Rechtfertigung des bisher Unbescholtenen: Er ahnte nicht, dass sich die Pflanzen so rasch vermehren würden und man bei der angebauten Sorte ein Endprodukt mit extrem hohem THC-Gehalt ernten würde

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