Ein ungewöhnlicher Leichenfund beschäftigt seit Mittwoch das Landeskriminalamt Tirol. Ein Zeuge entdeckte am Vormittag auf einem umzäunten Grundstück im Bereich Kranebitter Allee/Speckweg einen leblosen Mann und verständigte die Polizei.
Beim Toten soll es sich laut der "Tiroler Tageszeitung" um einen etwa 25-jährigen Mann aus Marokko handeln. Laut bisherigen Ermittlungen war er in der Innsbrucker Drogenszene als sogenannter "Läufer" bekannt. Dabei handelt es sich um Kleindealer, die Suchtgift in kleinen Mengen direkt an Konsumenten verkaufen.
Für die Ermittler war zunächst auch ein Gewaltverbrechen nicht auszuschließen. Der Fundort wurde deshalb großräumig abgesperrt, das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.
In der Nähe des Toten fanden die Beamten außerdem mehrere zerrissene Geldscheine. Warum das Bargeld in Schnipseln neben der Leiche lag, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Noch am Mittwoch wurde der Mann von der Gerichtsmedizin obduziert. "Dabei ergaben sich keine Hinweise, die auf ein Fremdverschulden hindeuten", erklärt ein Polizeisprecher in der "Tiroler Tageszeitung".
Damit rückt derzeit ein anderer Verdacht in den Mittelpunkt: Der junge Mann könnte durch eine Überdosis Drogen gestorben sein. Die genauen Umstände seines Todes sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.