Bewohner sind entsetzt

"Ganz Moskau brennt!" Ukraine startet Großangriff

Eine ukrainische Drohnenattacke hat erneut die Moskauer Ölraffinerie getroffen. Flammen und Rauch waren weithin sichtbar.
Newsdesk Heute
18.06.2026, 08:25
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Am Donnerstagmorgen ist die Moskauer Ölraffinerie im südöstlichen Stadtteil Kapotnja nach einem großangelegten Drohnenangriff erneut in Brand geraten. Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche wurde die Anlage Ziel ukrainischer Drohnen. Über dem betroffenen Areal waren dichte Rauchschwaden und Flammen zu sehen.

"Ganz Moskau brennt", sagt ein entsetzter Bewohner, der die Szenen mit seinem Handy filmt. "Ich hab die Schnauze voll von dieser militärischen Spezialoperationen. Ich hau ab!"

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180 Drohnen abgefangen

Laut Bürgermeister Sergej Sobjanin setzten die Luftabwehrkräfte ihre Bemühungen fort, um einen massiven Angriff abzuwehren. Mehrere Drohnen hätten die Raffinerie dennoch erreicht, auch ein Einkaufszentrum sei beschädigt worden. Sobjanin zufolge wurden etwa 180 Drohnen, die auf die Hauptstadt zusteuerten, abgeschossen.

Wie AFP berichtet, kam es in der Folge zu Verkehrsbehinderungen auf dem Moskauer Ring. Die Nachrichtenagentur RIA berief sich dabei auf Angaben des Innenministeriums. Nach dem ersten Angriff am Dienstag war der Betrieb der Raffinerie bereits unterbrochen worden, was die landesweite Treibstoffkrise weiter verschärfte.

Weitere Schäden und Flugausfälle

Im Umland von Moskau wurden laut regionalen Behörden auch eine Hochhaus-Wohnanlage, ein Industriebetrieb und mehrere Privathäuser durch die Angriffe beschädigt. Der Flughafen Scheremetjewo, der größte der Stadt, stellte vorübergehend den Betrieb ein und evakuierte Passagiere.

Russische Stellen gaben an, in mehreren Regionen insgesamt 555 ukrainische Drohnen in der Nacht abgewehrt zu haben. Die Angaben konnten nicht unabhängig bestätigt werden. Unterdessen wurde auch die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut Ziel eines russischen Raketenangriffs. Bewohner wurden aufgerufen, Schutz zu suchen.

Tote und Verletzte auf beiden Seiten

In der nordostukrainischen Stadt Sumy kam bei einem Drohnenangriff eine Person ums Leben. Auch in Enerhodar, wo viele Mitarbeiter des russisch kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja leben, wurde laut dem russischen Bürgermeister eine Person getötet. Im russischen Grenzgebiet Belgorod starb ein Mann durch einen ukrainischen Drohnenangriff in seinem Auto.

Russland warf der Ukraine außerdem vor, einen Bus mit belarussischen Kindern angegriffen zu haben. Kiew wies diesen Vorwurf als falsch zurück. Im südrussischen Gebiet Rostow starb durch einen weiteren Drohnenangriff ein Mensch, zwei Gewerbegebäude gerieten in Brand. Beide Seiten bestreiten, gezielt Zivilisten anzugreifen.

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