Massiver Drohnenschwarm

Moskau unter Luftalarm – Ukraine greift weiter an

Die Ukraine nimmt Russlands Industrie weiter ins Visier. In der Nacht auf Sonntag waren die Angriffe so groß, dass auch in Moskau Luftsirenen heulten.
Newsdesk Heute
14.06.2026, 18:08
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Ukraine hat in der Nacht auf Sonntag erneut Ziele tief in Russland angegriffen und dabei Luftalarm in Moskau ausgelöst. Mehrere Drohnen seien laut russischen Behörden im Anflug auf die Hauptstadt abgefangen worden. Der Flughafen Schukowski musste vorübergehend geschlossen werden, auch am Flughafen Domodedowo kam es zu Einschränkungen.

Wichtige Chemiefabrik im Visier

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden insgesamt 249 Flugobjekte über verschiedenen Regionen des Landes abgeschossen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von mehreren abgewehrten Angriffen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Gleichzeitig meldeten russische Behörden Brände nach ukrainischen Drohnenattacken auf Industrieanlagen. In der Region Tula südlich von Moskau sollen Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik gefallen sein. In sozialen Netzwerken kursierten Videos eines Brandes. Unabhängig überprüfen lassen sich die Aufnahmen nicht.

Berichten zufolge könnte das Chemiewerk Asot betroffen sein. Der Betrieb zählt zu den größten Chemieunternehmen Russlands und produziert neben Düngemitteln auch Stoffe, die für die Munitionsherstellung verwendet werden können.

Ukraine will russische Wirtschaft schwächen

Auch im Gebiet Jaroslawl kam es laut Behörden nach einem Drohnenangriff auf Treibstofflager zu einem Brand. Verletzte habe es nicht gegeben.

Die Ukraine greift seit Monaten verstärkt russische Industrie- und Energieanlagen an. Ziel ist es nach ukrainischen Angaben, die russische Kriegswirtschaft und die Versorgung der Armee zu schwächen. Zuletzt berichtete Präsident Wolodymyr Selenskyj von Angriffen auf Fabriken, die Bauteile für Drohnen und Raketen herstellen.

Die Auswirkungen machen sich laut Berichten zunehmend auch bei der Treibstoffversorgung bemerkbar. Aus mehreren russischen Regionen, darunter Moskau, St. Petersburg und die annektierte Halbinsel Krim, werden Engpässe bei Benzin und Diesel gemeldet.

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.06.2026, 18:08
Jetzt E-Paper lesen