Roman Abramowitsch

Russen-Oligarch vermittelt zwischen Moskau und Kiew

Ukraines Präsident Selenskyj bestätigt ein Treffen mit Abramowitsch und schickt Botschaft an Putin. Der bekannte Oligarch soll nun wieder vermitteln.
Newsdesk Heute
09.06.2026, 15:37
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Der russische Oligarch Roman Abramowitsch rückt überraschend wieder ins Zentrum der Ukraine-Diplomatie. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte nun, dass er den ehemaligen Chelsea-Besitzer vor rund einem Monat persönlich getroffen hat. Dabei habe er ihm eine klare Botschaft für Kreml-Chef Wladimir Putin mitgegeben.

"Ich habe ihm eine Botschaft für Putin übergeben", sagte Selenskyj. Darin lud er den russischen Präsidenten offenbar zu Gesprächen ein, machte aber gleichzeitig eine rote Linie deutlich: "Wir werden den Donbas nie aufgeben."

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Abramowitsch agiert nicht im Rampenlicht

Nur wenige Tage zuvor hatte Putin selbst erklärt, ein russischer Geschäftsmann habe Kontakt aufgenommen und von einer Einladung Selenskyjs berichtet. Dass es sich dabei um Abramowitsch handelt, gilt als sehr wahrscheinlich.

Der Oligarch agiert laut Selenskyj nicht im Rampenlicht. Sein Wunsch sei eine Vermittlung "im Stillen". Ganz neu ist seine Rolle allerdings nicht. Bereits zu Beginn des Krieges im Februar 2022 wurde Abramowitsch als Vermittler eingebunden. Laut engen Vertrauten Selenskyjs galt er als einflussreich, international vernetzt und akzeptiert auf beiden Seiten.

Schon vor Gesprächen 2022 involviert

Hinter den Kulissen spielte er eine Rolle bei den Gesprächen in der Türkei im März 2022. Auch beim Getreideabkommen und bei Gefangenenaustauschen soll er mitgewirkt haben. Ein entscheidender Vorteil: Abramowitsch kann sich weiterhin relativ frei zwischen Russland und der Ukraine bewegen.

Jetzt könnte seine Bedeutung wieder wachsen. Beobachter vermuten, dass er verstärkt einspringt, nachdem sich die USA zuletzt etwas aus den Verhandlungen zurückgezogen haben. Unbestätigte Berichte sprechen sogar von Kontakten zu europäischen Spitzenpolitikern.

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