Touristen kommen nicht heim

Treibstoffkrise auf der Krim verschärft sich

Ukrainische Drohnenangriffe auf russisch besetzte Gebiete führen zu massiven Treibstoffengpässen auf der Krim und beeinträchtigen die Versorgungslage.
Newsdesk Heute
09.06.2026, 09:37
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Die Krim erlebt derzeit eine akute Treibstoffknappheit. Hintergrund ist eine Serie gezielter Drohnenangriffe der Ukraine auf russische Versorgungswege und Ölanlagen in den besetzten Gebieten. Besonders betroffen sind Straßen und Brücken, die die Halbinsel mit dem russischen Festland verbinden.

Seit Beginn des Mai haben ukrainische Streitkräfte laut Analysten über 300 Drohnenattacken auf russische Transportfahrzeuge verübt, darunter auch zahlreiche Tanklaster. Die Auswirkungen spüren nicht nur das Militär, sondern auch Zivilisten und russische Urlauber: An den meisten Tankstellen auf der Krim dürfen Einheimische nur noch maximal 20 Liter Treibstoff – meist per Wertgutschein – erwerben, sofern überhaupt Benzin verfügbar ist.

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Es kommt vielerorts zu kilometerlangen Schlangen vor den Zapfsäulen. Touristen, die bereits vor Ausbruch der Krise auf die Krim gereist sind, haben Schwierigkeiten, genug Treibstoff für die Heimfahrt zu finden. Die von Moskau eingesetzte Regionalverwaltung hat deshalb eine eigene Hotline für Betroffene eingerichtet.

Der Sprit ist teilweise alle.
www.reutersconnect.com

Kein Nachschub für Militär und Zivilisten

Auch die Preise für Benzin und Diesel steigen rasant. Sergei Aksjonow, der russisch eingesetzte Chef der Krim, räumte am 5. Juni ein, dass der Bedarf an Treibstoff derzeit nicht gedeckt werden könne. Hunderte Busse müssten in den Depots bleiben. Die Straßen seien aktuell die einzige Möglichkeit, Waren auf die Krim zu bringen, da Fährverbindungen nach Angriffen der Ukraine eingestellt wurden und der Verkehr über die Kertsch-Brücke wegen Sicherheitsbedenken eingeschränkt ist.

Russische Militärbeobachter betonen, dass die ukrainischen Angriffe sowohl zivile als auch militärische Versorgungslinien erheblich beeinträchtigen. Einschränkungen auf den Straßen haben dazu geführt, dass auch der Nachschub für die russischen Truppen ins Stocken geraten ist.

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