Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Sonntag zu wichtigen Beratungen mit europäischen Verbündeten nach London gereist. Im Mittelpunkt stehen die weitere Unterstützung der Ukraine sowie das gemeinsame Vorgehen im Krieg gegen Russland.
"Heute bin ich in Großbritannien. Wir werden bilaterale Gespräche mit Keir führen und an einem Treffen im E3-plus-Ukraine-Format teilnehmen", erklärte Selenskyj vor den Gesprächen auf Facebook. An dem Treffen nehmen neben dem britischen Premierminister Keir Starmer auch Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teil.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten soll bei den Gesprächen vor allem über militärische Unterstützung und die künftige Strategie beraten werden. Wichtigstes Thema sei "unsere Verteidigung im Krieg, eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung für die Sicherheit ganz Europas sowie unsere gemeinsame Vision hinsichtlich der diplomatischen Perspektiven", erklärte Selenskyj. Dazu veröffentlichte er ein Video seiner Ankunft in Großbritannien.
Auch aus Paris hieß es vor dem Treffen, dass die Unterstützung für die Ukraine und zusätzlicher Druck auf Russland im Fokus stehen würden. Zudem soll über die Arbeit der sogenannten "Koalition der Willigen" beraten werden. Zu diesem Bündnis zählen rund 35 überwiegend europäische Staaten, darunter auch Deutschland.
Die Gespräche finden in einer Phase anhaltender Kämpfe statt. Russland und die Ukraine haben ihre gegenseitigen Angriffe in den vergangenen Monaten weiter intensiviert. Gleichzeitig kommen die von den USA unterstützten Bemühungen um ein Ende des mittlerweile mehr als vier Jahre andauernden Krieges nur schleppend voran.
Für zusätzliche Spannungen sorgte zuletzt Kreml-Chef Wladimir Putin. Er hatte am Freitag ein von Selenskyj vorgeschlagenes Gipfeltreffen abgelehnt. Der ukrainische Präsident warf Putin daraufhin vor, er wolle den Krieg "einfach nicht beenden".