Fahndung nach Verdächtigen

Mehrere Schussattacken in Israel – Zwei Tote

Bei Schusswaffenangriffen in Israel sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Die Polizei fahndet nach weiteren Verdächtigen.
Newsdesk Heute
07.06.2026, 19:16
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Bei mehreren Schusswaffenangriffen in Israel sind am Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen wurden verletzt, darunter zwei Menschen lebensgefährlich. Die Polizei sucht weiterhin nach einem mutmaßlichen zweiten Täter.

Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom erlag ein 35-Jähriger seinen Schussverletzungen. Zwei lebensbedrohlich Verletzte sowie drei weitere Personen mit mittelschweren Verletzungen wurden in Krankenhäuser gebracht.

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Polizei spricht von "Terrorangriffen"

Ein mutmaßlicher Angreifer wurde laut Polizei ebenfalls getötet. Unbestätigt blieben zunächst Berichte, wonach auch ein zweiter Verdächtiger ums Leben gekommen sein soll. Die Ermittler fahnden weiterhin nach einer weiteren Person. Zudem wurde ein Fahrzeug sichergestellt, das nach Behördenangaben bei den Angriffen verwendet worden sein könnte.

Die Polizei sprach von "Terrorangriffen". Die Taten ereigneten sich demnach in der Stadt Kokhav Ya'ir sowie in den Ortschaften Tzur Natan und Tzur Yitzhak nahe des von Israel besetzten Westjordanlands. Zahlreiche Sicherheitskräfte waren im Einsatz.

Bei dem mutmaßlichen Schützen des tödlichen Angriffs in Zentralisrael handelt es sich laut Polizei um einen arabischen Israeli aus der nahegelegenen Stadt Tayyibe. Ein Polizeisprecher erklärte, der Mann sei getötet worden. Bei ihm sei zudem eine Schusswaffe gefunden worden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, er habe "eine Lagebeurteilung" vorgenommen und verfolge die Entwicklungen rund um die tödlichen Angriffe.

Todesstrafe gefordert

Der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir sprach sich für die Todesstrafe aus, sollte ein weiterer mutmaßlicher Täter festgenommen werden. "Wenn ein Terrorist lebend gefangen genommen wird, wird er hingerichtet - so lautet das Gesetz", erklärte Ben Gvir im Onlinedienst X.

Er bezog sich dabei auf ein im März beschlossenes Gesetz, das die Todesstrafe für palästinensische Täter vorsieht, die aus "terroristischen" Motiven Israelis töten. Das Gesetz war international auf scharfe Kritik gestoßen.

Die radikal-islamische Hamas begrüßte die Tat, bekannte sich jedoch nicht dazu. In einer Mitteilung erklärte die Organisation, die Angriffe seien eine Reaktion auf die fortdauernden israelischen Einsätze gegen Palästinenser im Westjordanland, im Gazastreifen und in Jerusalem.

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