Die mächtige Schwester vom nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hat Verhandlungen über das Atomprogramm ihres Landes eine klare Absage erteilt. "Unser Status als Atommacht ist absolut nicht verhandelbar", erklärte Kim Yo Jong am Sonntag laut der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA.
Das international weitgehend isolierte Land werde "keinerlei Drohungen hinnehmen". Kim Yo Jong gehört zu den engsten Vertrauten ihres Bruders. Sie ist außerdem eines der wichtigsten Gesichter in der Außenpolitik Nordkoreas. Ihre Aussagen kamen kurz vor dem geplanten Besuch vom chinesischen Staatschef Xi Jinping in Nordkorea.
Staatsmedien zufolge reist Xi am Montag nach Nordkorea und bleibt bis Dienstag. Es ist die erste Reise des chinesischen Präsidenten nach Pjöngjang seit sieben Jahren. China ist für Nordkorea der wichtigste Handelspartner und unterstützt das Land diplomatisch, wirtschaftlich und politisch.
Schon im April war Chinas Außenminister Wang Yi zum ersten Mal seit 2019 in Pjöngjang. Damals sagte er, dass Peking "den Dialog und die praktische Zusammenarbeit auf allen Ebenen verbessern" wolle. Außerdem betonte er die traditionelle "in Blut geschmiedete Freundschaft" zwischen beiden Ländern.
Der UNO-Sicherheitsrat hat wegen Nordkoreas Atomwaffen- und Raketenprogramm zahlreiche Sanktionen gegen das Land verhängt. Trotzdem treibt Pjöngjang sein Atom- und Raketenprogramm weiter voran. Im Jahr 2023 hat Nordkorea seinen Status als Atommacht sogar in die Verfassung geschrieben. Zuletzt sorgte das Land mit neuen Waffentests weltweit für Besorgnis.