In einem bemerkenswerten Schritt hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen offenen Brief an Wladimir Putin veröffentlicht.
Darin schlägt er ein persönliches Treffen mit dem russischen Staatschef vor.
"Die Ukraine schlägt vor, diesen Krieg durch einen direkten Austausch zwischen Ihnen und uns zu beenden. Ich schlage ein Treffen vor", schrieb Selenskyj in dem Brief, der auf der Website der ukrainischen Präsidentschaft veröffentlicht wurde.
Die Ukraine sei zu einer "vollständigen Waffenruhe für die Dauer der Verhandlungen" bereit, erklärte Selenskyj weiter. Zudem schlug er einen Austausch aller Kriegsgefangenen vor – dies könne ein "guter Auftakt zur Beendigung des Krieges" sein.
Die Reaktion aus dem Kreml ließ nicht lange auf sich warten. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, der ukrainische Präsident könne "jederzeit nach Moskau kommen". Putin selbst habe den Brief noch nicht gesehen, fügte Peskow hinzu.
Der Brief ist einer der wenigen Fälle, in denen Selenskyj sich seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 direkt an Putin gewandt hat. Von den USA vermittelte Verhandlungen liegen derzeit wegen des Iran-Krieges praktisch auf Eis.