Ein ungewöhnlicher Zwischenfall hat sich Anfang Juni am Flughafen der portugiesischen Ferieninsel Madeira ereignet. Ein 60-jähriger Reisender überwand einen Sicherheitszaun und lief über die Start- und Landebahn, um seinen Flieger noch zu erreichen.
Der Mann wollte offenbar einen Ryanair-Flug nach Charleroi in Belgien erwischen, der um 6.20 Uhr starten sollte. Einsatzkräfte entdeckten ihn jedoch, bevor er das Flugzeug erreichte, und stoppten ihn.
Wie "Chip" unter Berufung auf die portugiesische Zeitung "Diário de Notícias" berichtet, erklärte der Mann gegenüber den Behörden, das sei aus seiner Sicht "der schnellste Weg" gewesen.
Der Betrieb am Flughafen blieb von dem Vorfall unbeeinträchtigt. Der Ryanair-Flug hob planmäßig ab – allerdings ohne den übereifrigen Passagier.
Das unbefugte Betreten von Sicherheitsbereichen wie Start- und Landebahnen ist streng verboten und kann mit hohen Strafen geahndet werden. Laut deutschem Luftsicherheitsgesetz drohen bei vorsätzlichen Verstößen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafen.
Experten raten Reisenden, frühzeitig am Flughafen zu erscheinen, anstatt die Sicherheitsregeln zu brechen. Auch Vorkehrungen wie Online-Check-in können helfen, schneller zum Gate zu gelangen.